Ob Fußball. Ob Eishockey. Oder eben auf Inlineskates. Die Duelle zwischen Duisburg und Essen sind heiße Derbys, in denen es zur Sache geht. „Ich erwarte ein intensives Spiel“, sagt David Bachor, Trainer des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks. „Ich bin zwar Solinger, aber ich weiß ganz genau, worum es in diesem Spiel geht.“ Am Freitagabend gastieren die Enten bei den Eagles Essen-West. Spielbeginn ist um 20 Uhr.

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Für die Essener, die als Rockets, Moskitos und nun Eagles in der höchsten ISHD-Spielklasse vertreten waren und sind, ist es das 600. Bundesliga-Spiel. „Das Spiel können wir gerne gewinnen. Das wäre doch was für die Geschichtsbücher“, sagt der Ducks-Coach. Freilich ist dem immer noch recht „neuen“ Duisburger Coach bewusst, dass das eine schwere Aufgabe wird. Die Essener gehören zu den besten Teams der Liga und haben sich nun noch mit Moritz Otten von den Crash Eagles Kaarst verstärkt, der auch in Duisburg ein Thema war. „Das war vor meiner Amtszeit. Ich denke mal, es geht ihm darum, mit den Eagles am Europapokal teilnehmen zu können“, sagt Bachor. Gegen Duisburg wird er aber noch eine Wechselsperre absitzen müssen.

Weiterer Ausfall bei den Ducks

Die Ausfallliste ist auf Duisburger Seite noch ein Stück länger geworden. Neben den Langzeitverletzten Elias Nachtwey und Pascal Behlau fällt nun auch noch Janis Lachmann wegen eines Innenbandrisses im Knie für mindestens sechs Wochen aus. Zudem muss Nick Kardas am Freitag aus privaten Gründen passen. „Wir haben bereits darüber gesprochen. Wir rücken einfach enger zusammen und kompensieren die Ausfälle als Team“, so Bachor, der wie schon seine Vertretung – Ex-Enten-Trainer Christian Perlitz sprang beim Sieg gegen Augsburg ein – betont, dass der Kampfbereitschaft und der Wille im Vordergrund stehen müssen: „Dann können wir jedes Spiel gewinnen.“

Die Spiele in Essen stellen alleine schon aufgrund des Betonbodens immer eine besondere Herausforderung dar. Dazu kommt ein Gegner, „der einen sehr guten Zug zum Tor hat, dessen Spieler wissen, wann sie den Pass in die Tiefe spielen müssen, und der uns früh anlaufen wird“, beschreibt Bachor die Essener Spielweise.

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Die Turbulenzen rund um die Eagles kann das Team, das aktuell Zweiter ist, augenscheinlich gut ausblenden. Mit dem Essener HC Steelers wurde ein weiterer Verein gegründet, der sich vornehmlich der Nachwuchsarbeit im Skater-, perspektivisch auch im Eishockey widmen will. Auf dem Eis mussten die Eagles zur kommenden Saison bereits die U 20 und die U 17 abmelden. Ob auf Rollen ein ähnlicher Aderlass zum Jahresende droht, wird sich zeigen müssen.