Die Füchse haben eine richtig starke Eishockey-Saison 2025/26 gespielt. Was dem Eishockey-Oberligisten EV Duisburg trotz des Erreichens des Play-off-Viertelfinals, als man den Süd-Meister Deggendorfer SC ordentlich ins Schwitzen gebracht hatte, gefehlt hat, war ein Blueliner – also ein Verteidiger, der von der blauen Linie ordentlich durchladen und den Puck aufs gegnerische Tor abfeuern kann. Die Testspielphase war gerade einmal zweieinhalb Minuten alt, als U20-Natioalspieler Gordejs Radionovs seine Bewerbung für diese Stelle eindrucksvoll abgegeben hatte. Der Iserlohner Förderlizenzspieler sorgte für den ersten Treffer der Saison 2026/27. Letztlich gewann der EVD gegen die Heilbronner Falken mit 4:3 (2:1, 1:1, 1:1). Oder mit 5:3 – je nach Sichtweise.
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„Ich bin sehr zufrieden. Das war ein gutes erstes Spiel“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza nach der Partie. „Unsere Förderlizenzspieler haben einen wirklich guten Job gemacht. Bence Farkas war richtig gut, das Tor von Gordejs Ravionovs war klasse. Gerade im ersten Drittel waren wir mit 13:4 Schüssen die klar bessere Mannschaft.“ Natürlich gibt es weiterhin ausreichend Trainingsansätze. „Wir hatten zu viele Turnovers“, so der Coach.
Gerade im ersten Drittel waren wir mit 13:4 Schüssen die klar bessere Mannschaft.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
Radionovs erzielte nicht nur den Premierentreffer der neuen Spielzeit. Der 19-Jährige verschaffte sich mit einem gewonnenen Zweikampf hinter dem eigenen Tor nur wenige Momente zuvor Respekt, behauptete die Scheibe und leitete so den Angriff ein. Einige Sekunden später hatte der endlich wieder genesene Michael Fomin den richtigen Blick für den jungen Mann, der schließlich das 1:0 erzielte. Die Gäste aus der Käthchenstadt waren in der Anfangsphase noch gar nicht präsent. Der EVD dominierte die Anfangsphase und erhöhte nur drei Minuten später auf 2:0.
Und wieder war ein junger Spieler mit Vertrag im Sauerland zur Stelle. Edwin Schitz und Michael Fomin zeigten, dass sie trotz des Ausfalls in den Play-offs nichts von ihrem Verständnis eingebüßt haben. Wieder kam der Puck von Fomin, der heranrauschende Bence Farks musste nur noch den Schläger zum Tip-in hineinhalten. Kurz darauf hätte es für den HEC schon so richtig bitter werden können, weil Fabio Frick frei zum Abschluss kam. Allerdings brach sein Schläger beim Schuss, sodass nichts aus dem dritten Treffer wurde. Die Falken kamen danach etwas besser in die Partie. Frederik Cabana brachte Heilbronn schließlich auf 1:2 heran, als sein leicht angelupfter Schlenzer ins Tor fiel (16.).
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Im Mittelabschnitt erhöhte Verteidiger Philip Kuschel zwar zunächst auf 3:1 (32.), doch nur eine Minute später zeigte sich, dass auch für die Unparteiischen die Saisonvorbereitung gerade erst begonnen hat. So blockte einer der beiden Linienrichter einen Duisburger Klärungsversuch in Unterzahl, ehe kurz darauf Chris Schutz den erneuten Heilbronner Anschluss herstellte. Edwin Schitz machte danach seinen Ärger kurz Luft, aber dann ging es auch schon weiter. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr war beiden Mannschaften der frühe Zeitpunkt der Vorbereitung anzumerken. Den Falken gelang zwar nach einem Konter der 3:3-Ausgleich (49.), doch gut zwei Minuten vor dem Ende nutzte Edwin Schitz ein Powerplay zum Siegtreffer. Schluss war damit aber noch nicht. Unabhängig vom Spielstand hatten sich beide Teams darauf geeinigt, in jedem Fall eine Overtime und ein Penaltyschießen zu absolvieren. Die Verlängerung blieb torlos, das Penaltyschießen ging nach einem Treffer von Philppe Sanche mit 1:0 ebenfalls an den EVD.

Am kommenden Wochenende testen die Füchse zweimal gegen den Ligarivalen Herforder EV. Am Freitag (19.30 Uhr) sind die Ice Dragons an der Wedau zu Gast. Das Rückspiel geht am Sonntag ab 16.30 Uhr über die Bühne.
Ex-Fuchs nun Schiri
Auch der Deutsche Eishockey-Bund hat einen „Neuzugang“ zu verzeichnen. Nicolas Turnwald spielte in der Saison 2013/14 für die Füchse, ehe er in zehn Spielzeiten für die Hannover Indians verteidigte. In der zurückliegenden Saison stand er noch für die Rostock Piranhas auf dem Eis. Nun streift er sich ein schwarz-weiß gestreiftes Trikot über und war im Test des EVD gegen Heilbronn einer der beiden Hauptschiedsrichter.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (2:38) Radionovs (Fomin), 2:0 (5:31) Farkas (Fomin, Schitz), 2:1 (15:34) Cabana (Seewald, Mapes), 3:1 (31:32) Kuschel (Sanche), 3:2 (32:39) Schutz (Gauch/5-4), 3:3 (48:19) Nuss (Bauhof, Scheck), 4:3 (57:55) Schitz (Frick, Zolmanis/5-4); Penaltyschießen: 1:0 (65:00) Sanche.
Strafen: Duisburg 4, Heilbronn 8.
Zuschauer: 1102.



