Die Vorbereitung ist für zwei Dinge dar: um sich vorzubereiten, und um Erkenntnisse zu sammeln. Eine Erkenntnis ist: Allzu viele langfristige Ausfälle dürfen sich die Füchse nicht leisten. Seit dem Freitag der vergangenen Woche und der Verletzung, die Sandis Zolmanis erlitten hat, spielt der Eishockey-Oberligist EV Duisburg nur mit einem Importspieler. Das ist ganz offensichtlich zu wenig. Inzwischen stehen drei Kontingentspieler zur Verfügung. Neuzugang Santeri Haarala wird in der nun beginnenden Woche zum Team stoßen; Sandis Zolmanis soll bald wieder das Spiel lenken, bleibt die Frage, ob wie schnell er wirklich wieder fit ist. Gegen die Hammer Eisbären sind die Füchse zwar ordentlich ins Spiel gestartet, haben das Testspiel aber mit zwei dicken Patzern im zweiten Drittel selbst „weggeworfen“. Am Ende stand eine 2:5 (1:1, 0:2, 0:2)-Niederlage.
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„Das erste Drittel war gut“, sagt Trainer Frank Petrozza, „danach haben wir aber unsere Coolness verloren.“ Noch bitterer: Die Füchse haben zwei Verteidiger verloren. Denn Michél Ackers hat sich offenbar beim Test in Heilbronn verletzt. Philip Kuschel verließ während des zweiten Drittels gegen Hamm das Eis. Was genau passiert ist, ist noch unklar und wir sich – wie immer in solchen Fällen – zu Wochenbeginn klären.
Das erste Drittel war gut, danach haben wir aber unsere Coolness verloren.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
Beim EVD stand am Sonntagabend nun wieder Nico Wiens im Tor, nachdem der junge Goalie die Kölner Haie als dritter Torhüter zu den Champions-Hockey-League-Spielen nach Salzburg und Tampere begleitet hatte. Im ersten Abschnitt hatten die Gastgeber die Partie weitgehend im Griff, wenngleich die Westfalen in der 13. Minute durch einen Überzahltreffer in Führung gegangen waren. Doch nur 15 Sekunden später stand die Partie wieder unentschieden: Daniel Geiger hatte geschossen, Enrico Saccomani versenkte den Nachschuss. Hamm handelte sich zwar einige Strafzeiten ein, doch der EVD macht nichts aus diesen Situationen.
Zu Beginn des Mittelabschnitts zwang Nicklas Mannes den Hammer Torhüter Maximilian Meier mit dem Ablauf eines Powerplays zu einer Parade, doch der Rest des Drittels lief weitgehend an den Gastgebern vorbei. Bitter: Verteidiger Pascal Grosse unterlief ein dicker Schnitzer im Spielaufbau: Dominik Lascheit sagte danke und netzte zum 2:1 für Hamm ein (28.). Die Eisbären hatten nun Oberwasser, während bei den Füchsen kaum noch was lief. So waren die Duisburger keine eineinhalb Minuten später völlig aus der Position, sodass die Eisbären mühelos auf 3:1 erhöhen konnten.
Im letzten Drittel artete das Spiel ein wenig aus: Erst erwehrte sich Gordejs Radionovs erfolgreich seines Gegenspielers, ehe eine abermalige Provokation gegen Füchse-Stürmer Philippe Sanche zu einer größeren Auseinandersetzung führte. Letztlich waren die Eisbären aber das in Überzahl effektivere Team: Sechseinhalb Minuten vor dem Ende stellte Luc Laylin so auf 4:1 für die Gäste. Einige Sekunden später hämmerte Luis Üffing den Puck an den Innenpfosten: Die Schiedsrichter pfiffen zwar wegen eines vermeintlichen Treffers ab, entschieden nach Beratung aber auf kein Tor – und blieben nach Betrachtung der Videobilder bei dieser Entscheidung. Wieder nur Sekunden später traf Hamm zum fünften Mal.
In der kommenden Woche endet die Testspielphase mit zwei Partien: Am Freitag (20 Uhr) geht es zum Rückspiel nach Hamm, bereits am Samstag um 17 Uhr spielen die Füchse zu Hause gegen den französischen Zweitligisten Corsaires de Dunkerque.
Die Statistik:
Tore: 0:1 (12:29) Laylin (Lacheit, Pietsch/5-4), 1:1 (13:01) Saccomani (Geiger, Farkas), 1:2 (27:56) Lascheit, 1:3 (29:10) Buchner (Lascheit, Schiling), 1:4 (53:29) Laylin (Lascheit, Pietsch/5-4), 1:5 (53:57) Pontus Wernerson Libäck (Linus Wernerson Libäck, Konze).
Strafen: Duisburg 12 + 5 (Radionovs), Hamm 28 + 5 (Schiling).
Zuschauer: 725.



