Der Europacup als Saisonhöhepunkt in einem WM-Jahr? Klingt komisch, doch genauso war es. Für die junge Duisburgerin Leni Chilla, aber auch für den gesamten Deutschen Jiu-Jitsu-Verband. Das trifft für die 14-Jährige umso mehr zu, da sie bei eben jenem Europacup in Halle an der Saale in der Altersklasse U16 und der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm Gold im Brazilian Jiu-Jitsu gewonnen hat.

Auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Abu Dhabi hat der DJJV aus Sicherheitsgründen verzichtet. Das arabische Emirat liegt am Persischen Golf und damit südwestlich der inzwischen berühmt-berüchtigten Straße von Hormus. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA wäre ein Start bei der WM schlichtweg zu gefährlich gewesen.

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Wie man das Beste aus dieser Situation macht, zeigte die Duisburgerin. Denn in Halle sicherte die amtierende Deutsche Meisterin für den deutschen Nationalkader einfach mal die Goldmedaille. Ihre Gegnerinnen kamen dabei aus Österreich, Deutschland und Italien. Gegen Marie McGoldrick aus Österreich hat Leni Chilla 2:0, gegen Tuba Yusufi aus Deutschland durch Submission, also Aufgabe, und im Finale gegen Giada Boccardo aus Italien 10:0 deutlich gewonnen.

„Leni ist überglücklich, dass sie sich im vom Verband erklärten Jahreshighlight so stark präsentieren konnte. Für Leni war der Europacup zudem eine persönliche Herausforderung und Revanche, da sie bei der Europameisterschaft auf Kreta im Frühjahr diesen Jahres leider frühzeitig gegen Giada Boccardo aus Italien aufgrund einer Verletzung ausgeschieden ist“, berichtet ihr Vater Marc Chilla nach dem erfolgreichen Wettkampf.

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„Den Erfolg hat Leni auch dank der Unterstützung ihres Gyms Metagame in Bochum und der NRW-Sportschule feiern dürfen. Die NRW-Sportschule hält Leni stets den Rücken frei und unterstützt sie, Schule, Sport und athletisches Training unter einen Hut zu bringen“, unterstreicht Marc Chilla.

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