Das Ende der Saison in der Frauen-Bundesliga rückt näher, die Nervosität steigt. Nun hat sich der 1. FC Nürnberg von Trainer Thomas Oostendorp getrennt. Die bisherige Co-Trainerin Isabel Bauer übernimmt drei Spieltage vor dem Saisonende beim Club, der zuletzt vier Niederlagen in Serie kassiert hatte und in Abstiegsgefahr geraten ist. Nürnberg ist nun ein direkter Konkurrent der SGS Essen, am 8. Mai, dem vorletzten Spieltag, treffen beide Teams im Kampf um den Klassenerhalt aufeinander.

„Mit Blick auf die letzten Spiele halten wir es für notwendig, einen klaren Impuls zu setzen und frühzeitig Transparenz für alle Beteiligten zu schaffen. Angesichts der aktuellen Situation sind wir davon überzeugt, dass Isabel der Mannschaft neue Ideen mitgeben kann“, sagte Osman Cankaya, Leiter Frauenfußball beim 1. FCN, drei Tage nach der Heimpleite gegen den Hamburger SV (0:1).

SGS Essen reagierte früher als 1. FC Nürnberg

Durch die Niederlage im Duell mit dem Aufsteiger hat Nürnberg als Tabellenelfter nur noch einen Punkt Vorsprung auf den HSV und vier auf die SGS Essen auf dem ersten Abstiegsplatz. Im Saisonfinale geht es für die Fränkinnen noch zu den Top-Teams aus Frankfurt und Wolfsburg, dazwischen zu Hause gegen den derzeit 13. Essen. Der Club hat in der Rückrunde nur vier Punkte geholt. Bauer (27), ehemalige Spielerin bei den Club-Frauen, hat bis zuletzt als Co-Trainerin an Oostendorps Seite gearbeitet.

Die SGS Essen hatte am Samstag einen wichtigen Sieg im Kellerduell gegen Carl-Zeiss Jena geholt und sich so die Hoffnungen auf den Klassenerhalt bewahrt. Der Trainerwechsel war in Essen schon früh erfolgt, im Oktober des vergangenen Jahres wurde Cheftrainer Robert Augustin beurlaubt und Co-Trainerin Jessica Wissmann übernahm, bis die jetzige Trainerin Heleen Jacques Anfang Januar übernahm.