09. Mai, 15:50 Uhr, Paul-Janes-Stadion: Der Wuppertaler SV, einer der traditionsreichsten Vereine der Regionalliga West, ist (zu dem Zeitpunkt so gut wie) in die Oberliga Niederrhein abgestiegen. Aus dem Gästeblock geht dichter, schwarzer Rauch auf, auch Böller werden gezündet. Nach zehn Jahren in der Regionalliga West muss der einstige Zweitligist den Gang in die fünfte Liga antreten.

Fussball | Regionalliga West 34.Spieltag | Samstag 16.05.2026 | Ort: Stadion am Zoo Wuppertal | Wuppertaler SV - Bonner SC | Im Bild Spieler vom Wuppertaler stehen fassunglos vor den Fans, an der Mauer das Plakat „Verpisst euch ihr Versager“
Deutlicher konnten sich die Ultras vom Wuppertaler SV im letzten Heimspiel nicht darüber, was sie von der Leistung der Mannschaft in der abgelaufenen Regionalliga-Saison hielten, ausdrücken. Der einstige Bundesligist ist einmal mehr in die Oberliga Niederrhein abgestiegen.© FFS | Rittershaus

Es ist das Ergebnis einer sportlichen Talfahrt. Gerade einmal neun Punkte holte der WSV in der Rückrunde. Der einzige Sieg gelang dabei gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln. Begleitet werden die Wuppertaler außerdem vom Vorjahresmeister der Oberliga Niederrhein, der SSVg Velbert, sowie von der Düsseldorfer U23, die aufgrund des Abstiegs der ersten Mannschaft zwangsabsteigt.

Schon letzte Saison war die Oberliga Niederrhein eng – Absteiger mit 41 Punkten

Nächste Saison nicht mehr dabei ist die DJK Adler Union Frintrop. Die Essener müssen nach nur einem Jahr zurück in die Landesliga – und das trotz 41 Punkten. Denn auch hier hatte der Abstieg des Düsseldorfer Nachwuchses seine Auswirkungen: Da drei Absteiger aus der Regionalliga West vom Niederrhein kamen, gab es auch in der Oberliga einen Abstiegsplatz mehr. Trotz eines 3:0-Erfolgs am letzten Spieltag gelang den Adlern nicht mehr die Rettung. Auch der 1. FC Kleve, der VfB Homberg und der SV Biemenhorst spielen in der kommenden Saison in der Landesliga.

Timo Mehlich, SSVg Velbert, blau, gegen Luis Flörke, SC Paderborn II, weiss, am Freitag den 8.5.2026 in der Fussball Regionalliga in Velbert.
Lange abgeschlagen, nochmal heran gekämpft, am Ende hat es aber nicht gereicht: Auch die SSVg Velbert (hier vorne in Person von Timo Mehlich), stieg als Aufsteiger direkt wieder aus der Regionalliga West ab und tritt in der kommenden Saison in der Oberliga Niederrhein an.© FUNKE Foto Services | Uwe Möller

Den VfB Hilden zieht es aus positiven Gründen raus aus der Liga ab. Im Fernduell mit Ratingen 04/19 krönte sich der VfB zum Meister und Aufsteiger in die Regionalliga West. Zwei Meister aus der Landesliga, die dafür künftig in der Oberliga Niederrhein spielen werden, sind die Spvg. Solingen-Wald 03 und der SV Scherpenberg. Dort treffen die beiden Aufsteiger dann nicht nur auf die oben genannten Absteiger, sondern auch auf Traditionsvereine wie den KFC Uerdingen oder den ETB SW Essen und weiterhin in der Oberliga verbliebene starke Mannschaften wie Ratingen 04/10 oder die SpVg Schonnebeck.

Eines steht fest: Die nächste Saison in der Oberliga Niederrhein wird für jeden Einzelnen, ob oben oder unten, ein ganz harter Kampf.

Oberliga Niederrhein 26/27: Diese Vereine sind dabei

Aus der abgelaufenen Saison 2025/26 verbleiben 13 Vereine in der Oberliga Niederrhein:

  1. Ratingen 04/19
  2. KFC Uerdingen
  3. SpVg Schonnebeck
  4. SC St. Tönis
  5. TSV Meerbusch
  6. BW Dingden
  7. VfL Jüchen-Garzweiler
  8. SF Baumberg
  9. ETB SW Essen
  10. FC Monheim
  11. SV Sonsbeck
  12. FC Büderich
  13. Holzheimer SG

Aus der Regionalliga West steigen drei Vereine ab:

  1. Wuppertaler SV
  2. SSVg Velbert
  3. Fortuna Düsseldorf U23

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Aus der Landesliga steigen zwei Vereine auf:

  1. Spvg Solingen-Wald 03
  2. SV Scherpenberg

Nicht mehr in der Oberliga Niederrhein:

  • Aufsteiger in die Regionalliga West: VfB Hilden
  • Absteiger in die Landesliga: Adler Union Frintrop, 1. FC Kleve, VfB Homberg, SV Biemenhorst