Marcio Blanks Bilanz beim SV Scherpenberg seit Mitte Oktober ist schlicht glänzend. In den jüngsten 17 Fußball-Landesligaspielen hat der Mittelstürmer 20 Treffer erzielt und ist damit als zweitbester Schütze der Liga auf gleicher Höhe mit dem umworbenen Moritz Paul vom SV Budberg. Den 20-jährigen Blank zeichnet aber wahrlich nicht nur Torinstinkt aus, sondern auch eine gute Einsatzbereitschaft und Arbeitsmoral bei gegnerischem Ballbesitz. „Marcio hat sich dazu auch fußballerisch entwickelt“, betont Trainer Christian Mikolajczak: „Wir hoffen alle, dass er sich bald dazu bekennt, wie es in der neuen Saison weitergeht.“

SV Scherpenberg wieder mit Torwart Julian Geitz im Kader

Natürlich hätte Coach Mikolajczak seinen erfolgreichen Spieler weiter im Kader. Interessenten aus der Oberliga und der Regionalliga lassen allerdings Zweifel im Raum stehen. Vor dem kleinen Schlüsselspiel am Sonntag (15.30 Uhr, Überruhrstraße) auf der Essener Ruhrhalbinsel bei Blau-Gelb Überruhr bleibt Blanks Fußballzukunft eine offene Frage. Der Scherpenberger Fokus wird sich eh erst einmal darauf richten, mit einem Sieg die Distanz auf den ersten Abstiegsplatz auf wohl entscheidende 13 Punkte anwachsen zu lassen.

Hat seine Rot-Sperre aus dem Rellinghausen-Heimspiel abgesessen: Julian Geitz, Torhüter beim SV Scherpenberg.
Hat seine Rot-Sperre aus dem Rellinghausen-Heimspiel abgesessen: Julian Geitz, Torhüter beim SV Scherpenberg.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

„Wir wollen unsere kämpferisch gute Leistung beim 2:1 gegen den 1. FC Lintfort bestätigen und werden gestärkt auflaufen“, versichert Coach Mikolajczak. Der hat keinen triftigen Grund, seine Startelf zu verändern. Auch wenn Torhüter Julian Geitz seine vier Spiele andauernde Rotsperre abgesessen hat und wieder zum Kader gehört. Vertreter Jamie van Dornick präsentierte sich zuletzt in guter Form und wird auch in Überruhr starten.

SV Scherpenberg: Drei Spieler sind angeschlagen

Das gilt auch für Nick Noah Redam im defensiven Mittelfeld. Der Comebacker war gegen Lintfort bisweilen etwas übermotiviert und wandelte kurz vor der Halbzeit sogar am Rande eines Platzverweises. „Nick Noah wusste natürlich, warum ich ihn dann vom Platz geholt habe“, so Coach Mikolajczak: „Er ist als zweikampfstarker Box-to-box-Spieler im Mittelfeld besonders wertvoll.“ Angeschlagen bei Scherpenberg sind derzeit El Houcine Bougjdi, Nico Frömmgen (beide krank) sowie Valdet Totaj, die gegen Lintfort aber allesamt sind zur Startelf gehörten.