Noch ist die Saison 2024/25 für die Fußballerinnen des Niederrheinligisten GSV Moers nicht zu Ende. Doch freuen können sie sich bereits drei Spieltage vor dem letzten Spieltag. Der Aufstieg in die Regionalliga steht bereits fest, obwohl der GSV derzeit nur als Zweiter in der Tabelle hinter dem SV Walbeck zu finden ist. Grund: Der SVW hat keine Lizenz für die Regionalliga beantragt, damit rückt der Zweitplatzierte nach. Und das sind nun mal die Gelb-Schwarzen, die von diesem Platz bei 15 Punkten Vorsprung auf den Rangdritten, Rhenania Bottrop, nicht mehr verdrängt werden können.

Abteilungsleiter Martin Walz lobt Fußballfrauen des GSV Moers

„Wir freuen uns natürlich sehr über den Aufstieg in die Regionalliga, der dritthöchsten Spielklasse in Deutschland. Die Mädels haben eine tolle Saison gespielt und wir können ja auch noch Meister werden“, betont der beim GSV für den Frauenfußball zuständige Abteilungsleiter Martin Walz: „Da ist sicher das Spiel am kommenden Sonntag um 13 Uhr gegen den SV Walbeck mitentscheidend.“ Sollte der GSV gewinnen, würde er die Tabellenführung mit zwei Punkten Vorsprung übernehmen. Doch während die Grafschafterinnen dann nur noch einmal am 18. Mai gegen den SV Heißen um Punkte spielen werden, hat der SVW noch zwei Spiele auszutragen. Damit könnten die Walbeckerinnen bei der SG Kaarst (18. Mai) und am letzten Spieltag am 25. Mai, an dem der GSV spielfrei ist, gegen die DJK TuSA 06 Düsseldorf doch noch vorbeiziehen.

Nahm den Kreispokal für den GSV Moers am Ostermontag in Empfang; Mannschaftskapitänin Kira Schuster.
Nahm den Kreispokal für den GSV Moers am Ostermontag in Empfang; Mannschaftskapitänin Kira Schuster.© FUNKE Foto Services | Christian Creon

Zuletzt gab es vier Siege in Folge für den GSV mit dem 6:2 gegen den FV Mönchengladbach, dem 2:1 beim SV Rosellen, dem 7:0 bei Viktoria Winnekendonk und am vergangenen Sonntag mit dem 6:0 gegen CfR Links Düsseldorf. Da traf auch Sena Alina Gökcek zweimal, die mit elf Treffern die beste Torschützin der Gelb-Schwarzen ist.

GSV Moers hat im Winter einige Spielerinnen verloren

„Unser tolles Team, das nach der Winterpause aus nur noch 15 Spielerinnen bestand, hat sich mit Bravour durch die Rückrunde gespielt und steht verdient auf dem zweiten Platz“, freut sich GSV-Coach Eckart Schuster über den Aufstieg und die neuen Aufgaben. „Alle haben tolle Leistungen gebracht, wobei sicherlich Ceylin Kurt, Emma Hilbrands, Kira Schuster und Senem Temez überragend performt haben. Aber das ganz große Plus ist, dass wir alle als Team aufgetreten sind und uns gemeinsam den Aufgaben gestellt haben. Daher bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Betreut die Fußballfrauen des GSV Moers schon in der sechsten Saison: Cheftrainer Eckart Schuster (rechts).
Betreut die Fußballfrauen des GSV Moers schon in der sechsten Saison: Cheftrainer Eckart Schuster (rechts).© FUNKE Foto Services | Christian Creon

Damit meint Schuster sicherlich auch den Niederrheinpokal. Nach dem 9:1-Kantersieg im Ernst-Vieler-Kreispokalfinale gegen die SG TuS Borth/Viktoria Wesel könnten die Moerserinnen auch noch den zweiten „Pott“ gewinnen. Am Mittwoch, 14. Mai, steht um 19.30 Uhr das Halbfinale beim Landesligisten TSV Solingen an. Sollte der GSV gewinnen, wäre er im Endspiel. Dort wartet am Sonntag, 1. Juni, der Aufsteiger in die 2. Bundesliga, der VfR Warbeyen. Ort und Uhrzeit stehen noch nicht fest.

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GSV Moers kann mit einem Halbfinalsieg den DFB-Pokal erreichen

Was aber beim Erreichen des Endspieles feststeht: Der GSV würde in der kommenden Spielzeit 2025/26 den Niederrhein auch im DFB-Pokal vertreten, den Warbeyen durch den Aufstieg bereits erreicht hat. „Das wäre für den Verein, die Stadt und auch die gesamte Region rund um Moers wirklich toll“, so Walz, der nun mit Eckart Schuster am Kader neuen Saison bastelt: „Wir haben erst leider sehr spät erfahren, dass wir aufsteigen können. Wir wollen unseren im Winter leider geschrumpften Kader punktuell verstärken.“ Das Duo hofft natürlich darauf, dass der bisherige Kader so zusammenbleibt. „Das ist zunächst einmal unser erstes Ziel“, so Walz: „Noch hat keine Spielerin ihren Abschied signalisiert oder ein möglicher Neuzugang unterschrieben. Wir sind aber in vielen Gesprächen.“

Beste Torschützin beim GSV Moers in dieser Niederrheinliga-Saison: Sena Alina Gökcek (links).
Beste Torschützin beim GSV Moers in dieser Niederrheinliga-Saison: Sena Alina Gökcek (links).© FUNKE Foto Services | Karl Banski

Walz weiß aber auch, dass der finanzielle Spielraum für den GSV eng ist: „Da sind wir ganz weit unten unter all den Regionalliga-Teams aufgestellt. Im Grunde haben wir weniger fürs Team übrig als in der jetzt laufenden Saison, weil ja noch die Busfahrten für die weiten Auswärtsspiele und die höheren Schiedsrichterkosten dazu kommen.“

GSV Moers: Einnahme aus dem Tag des Breitensports für Frauen- und Mädchenfußball

Dabei hofft Walz auch darauf, dass neue Sponsoren und Unterstützer dem Team helfen werden: „Das wäre natürlich schön, wenn dadurch die Leistungen der Mannschaft belohnt würden. Jeder der mithelfen will, kann sich jederzeit bei mir melden. Außerdem werden wir Gespräche mit den anderen Abteilungen des Vereins führen, ob es von dort aus eventuell Unterstützung geben kann. Außerdem ist im Vorstand besprochen, dass die Einnahmen aus dem Tag des Breitensports, der am 14. Juni bei uns auf der GSV-Anlage stattfindet, für die Frauen- und Mädchenabteilung genutzt werden können. Das wird uns sicher etwas helfen.“