Vor gerade einmal drei Jahren lag der Moerser SC in der öffentlichen Wahrnehmung am Boden. Der Meistertitel in der 2. Bundesliga war kurz vor Saisonende verspielt, die Bundesliga-Ambition im verbalen Mülleimer gelandet und der Rückflug der Adler in die viertklassige Regionalliga obendrauf nach langen Verhandlungen mit Stadt und Hallenbetreiber Enni um Erstliga-Voraussetzungen als ein Tiefschlag serviert. Dass der MSC nun wieder Zweitligist sein wird, ist allerdings kein Wunder, sondern hat Gründe.
Moerser SC entwickelt sich sportlich schnell nach vorn
Erstens natürlich, dass sich die junge Mannschaft mit den „alten Haudegen“ wie Lukas Schattenberg und Andre Illmer unter Cheftrainer Hendrik Rieskamp sportlich zügiger als gedacht nach vorn entwickelt hat. Auf den Drittliga-Aufstieg im zweiten Jahr setzten die Adler nun den Höhenflug gen 2. Bundesliga umgehend fort. Natürlich auch mit Hilfe von Ex-WM-Spieler Tim Broshog.

Zweitens dürfte es aber auch eine entscheidende Rolle gespielt haben, die Volleyballer nach dem Führungswechsel von Günter Krivec zu Guido Lohmann vor einem Jahr in eine überaus positive Richtung zu lenken. Die bisweilen erfrischende, oft aber auch hinderliche und schädliche Skepsis eines Günter Krivec ist gewichen. Der niederrheinische Volksbank-Vorstandschef Guido Lohmann versteht sich mit seiner Mannschaft als optimistischer Macher, der Ziele erreichen will. Und erreicht nach nur einem Amtsjahr mit vielen Stolpersteinen - auch aus der Krivec-Ära.
Zank zwischen Moers und der VBL in Berlin scheint pulverisiert
Sportlicher Erfolg, eine gut gefüllte Halle, ein prächtiger Spielrahmen, eine ganze Latte neuer Sponsoren, eine moderne Aufstellung im medizinischen Bereich und bei der Fitness: Alles Punkte, die der VBL offenbar nicht verborgen geblieben sind. Der jahrelange Zank zwischen Moers und Berlin scheint pulverisiert. Das freut nicht nur die MSC-Verantwortlichen, sondern auch alle Volleyballfreunde, die sich für die Geschehnisse im Enni-Sportpark interessieren. Der Moerser SC hat mit dem Erhalt der Zweitliga-Lizenz das Comeback des Jahres hingelegt.


