Das lange Warten und die bisweilen strapazierte Geduld hat sich ausgezahlt. Der Moerser SC hat am Freitagnachmittag die Spiellizenz für die kommende Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga von der VBL erhalten. Die Adler hatten sich um einen freien Platz im Bundesliga-Unterhaus als Vizemeister der 3. Liga West beworben. „Das ist natürlich ein toller Erfolg für alle, gleich im ersten Drittliga-Jahr den Aufstieg zu schaffen“, strahlte MSC-Vorstandschef Guido Lohmann nach Erhalt der Nachricht aus Berlin.

Moerser SC ist drei Jahre nach dem freiwilligen Rückzug zurück in der 2. Bundesliga

Drei Jahre nach dem freiwilligen Rückzug kehrt Moers damit in den Kreis der VBL-Teams zurück und wird in der neuen Saison auf einige alte Bekannte treffen. Aus dem Westen wird es der MSC mit TuB Bocholt, TuS Mondorf, VV Humann Essen, den Münster Volleys sowie Drittliga-Meister MLK Volleys Köln zu tun bekommen. Mit Moers ist auch der langjährige Konkurrent SV Lindow-Gransee aus der Nähe von Berlin in die Zweite Liga zurückgekehrt. Weitere Gegner: Volleys Aligse, FC Schüttorf 09, Kieler TV, PSV Neustrelitz und TSV Giesen Grizzlys II. Die Spielzeit startet am 13. September und endet am 2. Mai 2026.

Nach dem vorerst letzten Auftritt in der 2. Bundesliga in der Bonner Hartberghalle beim 2:3 gegen den TuS Mondorf: Das war das Team des Moerser SC am Abend des 23. April 2022.
Nach dem vorerst letzten Auftritt in der 2. Bundesliga in der Bonner Hartberghalle beim 2:3 gegen den TuS Mondorf: Das war das Team des Moerser SC am Abend des 23. April 2022.

Auch Chefcoach Henrik Rieskamp freute sich über die gute Nachricht: „Alle haben extrem viel Arbeit reingesteckt und sich letztlich den Aufstieg verdient. Das gilt nicht nur für die Mannschaft, sondern natürlich auch für den gesamten Vorstand mit seiner starken Lobbyarbeit für die VBL-Lizenz und für unsere Teammanagerin Annika Bertea.“ Sportlich hat die Mannschaft eine gute Entwicklung genommen. Aus dem Zweitliga-Kader der Saison 2021/22 sind bekanntlich nur noch Lukas Schattenberg, Andre Illmer, Tim Ihde und Kapitän Luca Wagner übrig.

Inwieweit sich der MSC für die neue Saison noch verstärken mag, wird sich zeigen. Erstes Ziel im Bundesliga-Unterhaus dürfte der Klassenerhalt sein.