Zwei Wochen Fußballvorbereitung fast ohne Pause hat beim Landesligisten SV Scherpenberg am Sonntag im Testheimspiel gegen Oberligist 1. FC Kleve einige Erkenntnisse hinterlassen. Beim 2:3 (0:1) gegen die klassenhöheren Gäste vermittelte das Team von Trainer Christian Mikolajczak gerade offensiv einen weitgehend munteren und erfrischenden Eindruck. Defensiv stand die Mannschaft bis in die Schlussphase hinein recht ordentlich. Nachlassende Körner zogen Fehler im Spielaufbau nach sich, die die Gäste um Sportleiter Georg Mewes dann auch zum späten Sieg zu nutzen wussten.
So spielte der SV Scherpenberg
SV Scherpenberg: Geitz - Ba. Arslanboga (29. Ogansuyi), Tietz (66. Saiti), Saiti (46. Williams), Kapuscinski - Kücükarslan, K. Terzi - Gülcan, A. Terzi, Derikx (82. Music) - Musik (46. Demir).
SV Scherpenberg: Arslanboga-Brüder zum ersten Test erkrankt
Mit nur drei einsatzbereiten Spielern auf der Ersatzbank war die Partie bei schwülen 27 Grad Celsius auf Scherpenberger Seite auch eine Willenssache. Neben den bekannten Ausfällen gesellte sich auch noch der erkrankte Außenstürmer Baha Arslanboga dazu. Sein Bruder Bugra musste kränklich nach 29 Spielminuten vom Feld. Daneben ist Neuzugang Brown Osaro Amadin von Ligakonkurrent FC Kray seit einer Woche „verschollen“. Coach Mikolajczak: „Er hat sich krank abgemeldet, ist nun aber für uns seit Tagen nicht mehr erreichbar.“ Nicht auszuschließen, dass da eine vorzeitige Trennung vom Sommerzugang im Raum steht.

Die verbliebenen 14 Scherpenberger zeigte eine beherzte Vorstellung, erspielten sich eine Reihe an Chancen. Der Ex-Lintforter Gabriel Derikx erzielte nach Ballgewinn von Kapitän Stefan Kapuscinski in einer Offensivdruckaktion und per Doppelpass mit Mittelstürmer Ilyas Talha Demir den Ausgleich (48.). Einen an Tevfik Kücükarslan verschuldeten Foulelfmeter versenkte Kaan Terzi wenig später zum 2:1 (59.) halbhoch in die linke Ecke.
SV Scherpenberg gibt eine 2:1-Führung am Ende noch aus der Hand
Kleve hatte in Halbzeit eins durch Frederik Meurs geführt, der am Strafraum über die linke Angriffsseite erst Stefan Kapuscinski und dann den neuen Innenverteidiger Jasin Saiti ins Leere laufen ließ (9.). Die Gäste kamen in der Schlussphase noch einmal mächtig auf, als Scherpenberg die Puste ausging. Der bullige Mittelstürmer Dario Gerling vollstreckte per Flachschuss in die linke Ecke (71.). Niklas Klein-Wiele gelang mit einem schönen 18-Meter-Treffer in den linken Winkel noch das 3:2 (84.).

„Offensiv habe ich schon einige gute Aktionen gesehen. Defensiv müssen wir natürlich noch stabiler werden“, befand SVS-Trainer Christian Mikolajczak. Gut im Match waren vor allem Lintforts ehemaliger Außenstürmer Gabriel Derikx, der spielstarke Mittelstürmer Ilyas Talha Demir vom FSV Duisburg und auch der agile Ali Gülcan von Westfalia Herne im offensiven Mittelfeld.
SV Scherpenberg: Erst in Repelen, dann bei Oberliga-Aufsteiger Jüchen
Die Scherpenberger hatten übrigens in den vergangenen Tagen noch einen Testverteidiger im Visier. Doch zu einem vereinbarten Probetraining kam es nicht mehr. Der ehemalige Friedrichsfelder Bezirksligakicker Marek Heuser hat erfolgreich bei Blau-Weiß Dingden vorgespielt und schließt sich dem letztjährigen Landesliga-Meister an.
Für die Mikolajczak-Mannen geht es schon am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) auf dem Kunstrasen an der Stormstraße weiter. Dann steigt der zweite Vorbereitungstest beim neu formierten Bezirksligisten VfL Repelen. Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Stadionstraße in Jüchen) ist Scherpenberg dann beim Oberliga-Aufsteiger VfL Jüchen-Garzweiler zu Gast.


