Nahezu in der kompletten zweiten Halbzeit des Testspiels am Mittwochabend beim Fußball-Bezirksligisten VfL Repelen verhielt sich Christian Mikolajczak erstaunlich ruhig. Eigentlich ein sicheres Zeichen dafür, dass der zumeist engagiert auftretende Cheftrainer des SV Scherpenberg nicht so ganz mit dem Match zufrieden war. „Ich habe gedacht, wir wären taktisch etwas weiter“, erklärte Mikolajczak nach dem 2:0 (1:0) an der Stormstraße, gab aber auch zu bedenken: „Nach zweieinhalb Wochen Dauertraining sind einige Jungs gerade etwas am Limit.“

SV Scherpenberg ohne Stefan Kapuscinski und Matthias Tietz

So gesehen hatte der zweite Test nach dem 2:3 gegen den Oberligisten 1. FC Kleve nicht gerade üppige Aussagekraft. Zumal mit Rechtsverteidiger Stefen Kapuscinski (kränklich) und Abwehrchef Matthias Tietz (beruflich in Berlin) zwei Stammkräfte fehlten und die Auswechselbank auf drei Feldspieler plus Torwart geschrumpft war. Immerhin: In der Schlussviertelstunde feierte Emirhan Karaca nach langer Muskelverletzungspause ein kleines Comeback im defensiven Mittelfeld. Der 24-Jährige stand zuletzt am 15. März beim abgebrochenen Derby beim GSV Moers (1:2) über 72 Minuten auf dem Rasen.

Legte das 1:0 für den SV Scherpenberg auf: Mittelstürmer Vedad Music (rechts), hier im Test gegen den 1. FC Kleve.
Legte das 1:0 für den SV Scherpenberg auf: Mittelstürmer Vedad Music (rechts), hier im Test gegen den 1. FC Kleve. © FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

Gegen Repelen hatte Scherpenberg naturgemäß die Ballhoheit, leistete sich aber gerade im Spielaufbau einige Fehler. Das Führungstor besorgten zwei Neuzugänge: Mittelstürmer Vedat Music legte Torschütze Ali Gülcan auf (15.). Der ehemalige Kicker des Ex-Zweitligisten Westfalia Herne wusste zudem das eine oder andere Ausrufezeichen zu setzen.

Gabriel Derikx trifft in der Nachspielzeit in den rechten Torwinkel

In der besseren zweiten Halbzeit kam auch Repelen zu guten Möglichkeiten. Unter anderem traf Jan Albus die Latte. Doch man merkte dem Team von Trainer Sercan Baloglou an, dass mit zahlreichen Zugängen die Findungsphase noch nicht abgeschlossen ist. Es gab reichlich Fehler und Missverständnisse. Den Endstand besorgte für Scherpenberg der ehemalige Lintforter Linksaußen Gabriel Derikx, der mit einem schönen 20-Meter-Schuss in den rechten Torwinkel traf (90.+1). Sonntag (15 Uhr) geht es beim Oberliga-Aufsteiger VfL Jüchen-Garzweiler weiter.

SV Scherpenberg: Geitz - Kücükarslan, Abel, Williams, Ogansuyi (46. Bu. Arslanboga) - A. Terzi (75. Karaca), K. Terzi - Derikx, Gülcan, Ba. Arslanboga - Music (46. Demir).