Der Fußball-Verzicht nimmt für Robin Fuhrmann langsam exorbitante Ausmaße an. Seit genau 220 Tagen hat der Offensivspieler kein Match mehr für den SV Scherpenberg bestritten. Auch am Sonntag beim 2:1 (0:0) im Testspiel beim Oberliga-Aufsteiger VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler kam der 27-Jährige nicht über die Zuschauerrolle hinaus. Der Grund dafür ist überaus hartnäckig. Eine Entzündung im Adduktorenbereich sorgt immer wieder für Schmerzen unter Belastung. Seit dem 13. Dezember 2024, ein 2:4 im Heimspiel gegen den späteren Landesliga-Meister Blau-Weiß Dingden, ist Fuhrmann nun schon auf Eis gelegt.
SV Scherpenberg: Luca Grillemeier und Ömer Akbel kämpfen sich zurück
Mittlerweile haben die medizinischen Spezialisten das Wort. „Wir versuchen es nun mit einer Stoßwellentherapie und hoffen natürlich, dass das hilft“, erklärte Scherpenbergs Sportlicher Leiter Sven Schützek am Rande des Tests in Jüchen. In Ömer Akbel (Kreuzbandriss im November 2024) und Luca Grillemeier (Riss des vorderen Kreuzbandes Mitte April) mussten zwei weitere Offensivspieler zusehen, scheinen aber langsam auf dem Weg zurück zur Mannschaft. Außenstürmer Grillemeier ist bei Passübungen und Wendeläufen schon wieder dabei, Allrounder Akbel muss sich, was Richtungswechsel im Training anbetrifft, noch sehr zurückhalten.

„Ömer ist natürlich sehr motiviert, wird aber noch Zeit brauchen. Wir haben dazu eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber dem Spieler. Ein zu schneller Start erhöht das Risiko einer Rückfallverletzung erheblich. Das wäre dann eine schwere Ohrfeige auch für den Kopf des Spielers“, gibt Coach Mikolajczak zu bedenken.
SV Scherpenberg testet bei Landesligist YEG Hassel
Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Lüttinghofstraße) dürften alle drei genannten Offensivkicker weiter kein Thema für einen Testspieleinsatz sein. Scherpenberg spielt dann im Gelsenkirchener Norden beim Landesligisten YEG Hassel. Trainer Christian Mikolajczak kennt den neuen Gastgeber-Coach Cihan Yilmaz aus der Schalker Traditionself. Yilmaz war unter anderem in der Saison 2003/04 aktiver Spieler für Zweitligist LR Ahlen (dort gemeinsam mit Mikolajczak) sowie danach in der türkischen Super Lig für Sivasspor.
Übrigens: YEG im Vereinsnamen ist die Abkürzung für Yunus Emre Genclik. Der 1993 gegründete Verein wurde nach dem türkischen Friedenskämpfer Yunus Emre sowie nach dem türkischen Wort für Jugend (Genclik) benannt.


