Kritische Töne lagen Christian Mikolajczak am Sonntag nach dem letztlich verdienten 5:2 (1:1)-Erfolg beim Sportclub 20 an der Mellinghofer Straße in Oberhausen fern. Auch wenn der Trainer des Fußball-Landesligisten SV Scherpenberg sicher das eine oder andere anzumerken gehabt hätte. Letztlich hob der Schalker Ex-Profi fünf Tage vor dem Ligastart am Freitag (20 Uhr, Asberger Straße) gegen den Titelmitfavoriten ESC Rellinghausen lieber die positiven Aspekte hervor. Dagegen war nichts einzuwenden.
SV Scherpenberg holt zweimal einen Rückstand auf
„Wir sind zweimal nach Rückstand wiedergekommen, haben einige Tore wunderbar herausgespielt und eine knifflige Aufgabe gut gelöst“, fasste Mikolajczak zusammen. Dazu war eine Menge Aufwand und viel Laufbereitschaft gegen einen einsatzfreudigen, offensiv dazu auch bekanntermaßen recht spielstarken Bezirksligisten vonnöten. Positiv: Kaan Terzi kommt nach langer Verletzungspause im defensiven Mittelfeld immer besser zur Geltung. Das Zusammenspiel von Ali Gülcan und Mittelstürmer Vedad Music funktioniert mittlerweile auch gut.

Die Ballhoheit und das Chancenplus reichten vor der Pause nicht zur Führung. Für Oberhausen nutzte Mittelstürmer Yusuf Allouche einen Stellungsfehler von Innenverteidiger Jasin Saliti mit einem bildschönen Treffer in den rechten Winkel zum 1:0 (28.). Wenig später brachten sich die „Zwanziger“ selber um die Führung. Linksverteidiger Golekuh Caesar ging im Strafraum gegen Baha Arslanboga zu ungestüm vor. Den fälligen Foulelfmeter versenkte Veda Music in der linken Torecke (33.).
Kurzzeitig liegt die Überraschung für Sportclub 20 Oberhausen in der Luft
Nach dem Wechsel schien kurzzeitig die Überraschung in der Luft zu liegen. Der spielfreudige Timur Ertural narrte die unpässliche Scherpenberger Innenverteidigung bei seinem Treffer zum 2:1 (65.). Doch die Gäste blieben cool: Schon im Gegenzug legte Gabriel Derikx mustergültig für Vedad Music zum 2:2 auf (66.). Zwei Minuten später war wieder Music zur Stelle, diesmal mit einem Gassenpass von Ali Gülcan bedient (68.). Mit Gülcans 4:2-Solo (74.) nach einem kapitalen Fehler im Oberhausener Spielaufbau war das Treffen entschieden.

Wirklich gefährlich wurde es vor dem Tor von Keeper Julian Geitz nicht mehr. Zumal den Gastgebern bei 32 Grad Celsius in der Sonne auch sichtbar die Energie ausging. Schöner Schlusspunkt: Der in der Rückrunde lange verletzte Luca Grillemeier freute sich bei seinem Kurzeinsatz in der vierten Minute der Nachspielzeit noch über den Treffer zum 5:2.
SV Scherpenberg: Nur in der Anfangsphase wird es auf dem Spielfeld hektisch
Die Partie war nur in der ersten Halbzeit vor 150 Zuschauern wirklich hektisch. Vor allem in der zehnten Minute, als Ali Gülcan und Ümit Mutlu kurzzeitig verbal und körperlich ein paar Argumente ausgetauscht hatten. Doch Referee Maik Heinen vom Uedemer SV behielt kühlen Kopf und hatte die Partie auch sonst gut im Griff. „Wir haben die Unruhe im Keim erstickt und unseren Stil durchgezogen. Auch das haben die Jungs gut gemacht“, lobte Coach Mikolajczak.
SV Scherpenberg: Geitz - Bu. Arslanboga, Abel, Saiti, Kapuscinski - A. Terzi (85. Redam), K. Terzi - Derikx (88. Grillemeier), Gülcan (85. Karaca), Ba. Arslanboga (64. Kretschmer) - Music.


