Beim 2:1-Heimsieg am vergangenen Sonntag über die SG Schönebeck war Angriffstalent Ilyas Talha Demir schon nicht mehr im Kader des Fußball-Landesligisten SV Scherpenberg. Der 19-Jährige hatte sich aufgrund der Konkurrenzsituation dazu entschieden, es wieder beim FSV Duisburg zu probieren. In der Kreisliga A. Dem offiziellen Bedauern auf Scherpenberger Seite ist allerdings nun die Zuversicht gefolgt. Vor dem vierten Saisonspiel am Freitag (19.30 Uhr, Durch die Aue) bei Blau-Weiß Mintard im Mülheimer Süden meldet sich ein Dauerverletzter gesund zurück.

Beim SV Scherpenberg meldet sich Ömer Akbel gesund zurück

Offensiv-Allrounder Ömer Akbel hat nach seinem Kreuzbandriss aus dem vergangenen November den medizinischen Abschlusstest bestanden und gilt nun offiziell als gesund. „Ömer ist ja schon einige Zeit im Training. Er muss natürlich erst einmal richtig fit werden. Ausgeschlossen sind aber Kurzeinsätze aktuell nicht“, sagt Trainer Christian Mikolajczak vor dem Mintard-Match.

SV Scherpenbergs Ömer Akbel (in Weiß) will in Kürze auf dem Spielfeld wieder mitmischen.
SV Scherpenbergs Ömer Akbel (in Weiß) will in Kürze auf dem Spielfeld wieder mitmischen.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Nach Demirs Ausstieg haben die Scherpenberger in Vedad Music nur einen gelernten Mittelstürmer unter voller Fitness. Akbel kann diese Position dank seiner guten Physis auch bekleiden. Alternativen wären Baha Arslanboga oder Luca Grillemeier. „Beide sind aber keine echten Knipser, sondern eher eine verkappte Neun“, schränkt Coach Mikolajczak ein.

SV Scherpenberg hatte gegen Schönebeck etwas Ladehemmung

Vergangenen Sonntag hatte der Trainer gegen Schönebeck eine gewisse Abschluss-Schwäche ausgemacht. Beim 2:1 brauchte es trotz Überlegenheit und einer Vielzahl guter Torchancen zwei Eigentore der Essener. „Daran haben wir das Training etwas angepasst und mit einer offensiven und einer defensiven Gruppe bisweilen getrennt trainiert“, berichtet Christian Mikolajczak.

Hat sich als Mittelstürmer beim SV Scherpenberg schnell etabliert: Vedad Music (links), hier gegen den Schönebecker Anel Corovic.
Hat sich als Mittelstürmer beim SV Scherpenberg schnell etabliert: Vedad Music (links), hier gegen den Schönebecker Anel Corovic.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

Der kann seine Mannen aber dennoch fast nur loben: „Die Mannschaft hat einen guten Flow, die Stimmung und der Konkurrenzkampf sind ebenfalls gut.“ Dass die Einwechselspieler gegen Schönebeck nicht wie gewünscht gezündet haben, war unter der Woche übrigens auch ein Thema, wenn auch nur ein kleines. „Wir wollen mit einem Sieg das nächste Zeichen setzen“, bekräftigt Christian Mikolajczak. Wenn es gelänge, würde Scherpenberg zumindest bis Sonntagnachmittag die Landesliga-Tabelle anführen.

FVN-Pokal: Scherpenberg spielt gegen Ratingen erst am 16. September

Freitagsgegner Mintard steht mit umgekrempelter Mannschaft und vier Punkten aus drei Partien im Tabellenmittelfeld. In Leon Fritsch (zuletzt Blau-Gelb Überruhr) und Marvin Matten (vom FC Kray) haben sich die Blau-Weißen zwei Zugänge mit reichlich Oberliga-Erfahrung an Land gezogen. Das Team wird von den Brüdern Marco Guglielmi und Manuel Guglielmi gecoacht.

Übrigens: Das Scherpenberger Niederrheinpokalspiel der zweiten Runde gegen den Oberligisten Ratingen 04/19 ist vom kommenden Dienstag auf den 16. September (20 Uhr, Asberger Straße) verschoben worden.