Beim MSV Moers wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Der Traditionsverein aus Meerbeck hat am Sonntag auf seinen Mitgliederversammlung den bisherigen Vorstand verabschiedet und wird künftig von einer komplett umgebauten Führungscrew geleitet. Das heißt auch: Für Helmut Sandrock ist nach etwas weniger als dreieinhalb Jahren Schluss als 1. Vorsitzender.

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Der Plan des ehemaligen DFB-Funktionärs und seiner Mitstreiter ging dabei auf: Sie hofften, dass sich unter den Mitgliedern solche mit der Bereitschaft für das Ehrenamt finden würden, um auf der Führungsebene eine Verjüngung zu erreichen. Das wurde unter anderem mit dem neuen Vorsitzenden geschafft: Oguzhan Alemdar ist 36 Jahre alt und Spieler der ersten Mannschaft, die in der Fußball-Kreisliga B derzeit ungeschlagen dem zweiten Aufstieg in Folge entgegenstrebt. „Er hat Meerbecker Wurzeln und möchte den eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen“, so Helmut Sandrock.

Mitgliederzahl verdreifacht

Auf jenen Weg blickte er in seiner finalen Versammlung als MSV-Chef noch einmal zurück. Der 69-Jährige verwies auf eine „großartige Gesamtentwicklung in den letzten zwei Jahren“. In Meerbeck kicken aktuell 19 Mannschaften von den Kleinsten bis zur A-Jugend. Über 900 Mitglieder gehören dem MSV an, was gegenüber dem Jahr 2022 eine Verdreifachung darstellt. „Der Umsatz konnte auf über 200.000 Euro vervierfacht werden“, berichtet der scheidende Klubchef. Abgesehen vom Erfolg der ersten Mannschaft und der jüngsten gelobten Ausrichtung des Hallen-Stadtpokals konnte noch von der Fitness- und Reha-Abteilung gesprochen werden, die eine enorme Nachfrage verzeichne, aber mehr Hallenzeiten und Übungsleiter benötige. Der Tennis-Bereich werde momentan neu aufgebaut.

Von den 46 anwesenden Mitgliedern gab es Applaus und dann auch bei den Wahlen die entsprechenden Stimmen für die neuen Vorstandsmitglieder. Als 2. Vorsitzender und somit Stellvertreter von Oguzhan Alemdar fungiert künftig Michael Scheffler, Geschäftsführerin ist Sandra Malek, Schriftführerin Anja Reutlinger und Jugendleiter Riza Gündogdu.