Martin Schattenberg wird am Samstagabend zum Internet-Zuschauer. Der Cheftrainer des Volleyball-Zweitligisten Moerser SC ist zum Heimspiel um 19.30 Uhr gegen den PSV Neustrelitz privat verhindert, wird aber die Partie über den Livestream im Netz verfolgen. Und gegebenenfalls auch Signale via Mobiltelefon an die Bank im Enni-Sportpark senden. Da werden Co-Trainer Marco Destefani und vermutlich auch Vereinschef Guido Lohmann Platz nehmen, weil in Markus Pukownik auch noch der zweite Co-Trainer nicht dabei sein wird.
Moerser SC: Keine schlechte Leistung beim 1:3 in Köln
Das sind natürlich erst einmal keine günstigen Voraussetzungen beim Tabellenschlusslicht, um im neunten Anlauf endlich den ersten Heimsieg zu schaffen. Immerhin: Der Eindruck vom 1:3 bei den MLK Volleys in Köln am vergangenen Samstag war trotz der Niederlage positiv. „Wir haben da wahrlich kein schlechtes Spiel gemacht. Es hat allerdings an Kleinigkeiten gefehlt, woran wir natürlich auch arbeiten“, versichert Coach Schattenberg.

Personelle Umstellungen sind für die Aufgabe gegen Neustrelitz eher nicht zu erwarten. Mittelblocker Jascha Pricken klagt aktuell über Oberschenkelbeschwerden. In Köln war die Nummer 13 der Adler als Ersatzspieler aber ohnehin nicht im Einsatz. Sehr wohl dagegen Lukas Schattenberg. Wegen einer Dienstreise kann der erfahrene Außenangreifer in dieser Woche allerdings nur einmal trainieren, sollte aber dennoch spielfähig sein.
PSV Strelitz holt sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen
Die Gäste haben zuletzt aus den jüngsten drei Partien gegen den Kieler TV (3:1), beim TSV Giesen II (2:3) und gegen VV Humann Essen (3:0) immerhin sieben Pluspunkte geholt und dürften mit Selbstvertrauen auflaufen. „Der PSV hat zuletzt die Zuspieler gern gewechselt, dazu zwei gute Linkshänder als Diagonalspieler im Einsatz. Zu beachten ist auch der ehemalige Bundesligaspieler Paul Sprung, der von Außen in die Mitte gewechselt ist“, zählt Trainer Schattenberg die Erkenntnisse aus dem Videostudium auf.

Auch auf die Tempoaufschläge der Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern werden sich die Moerser einstellen müssen. „Am Einsatz und an der Einstellung wird es bei uns nicht scheitern“, versichert Martin Schattenberg, der sich wieder die gewohnt gute Rückendeckung des Publikums wünscht: „Das hilft der Mannschaft natürlich.“ Das 0:3 im Hinspiel ist nicht gerade in bester Erinnerung. Satz eins und zwei gingen jeweils mit 24:26 hauchdünn verloren. Schattenberg, damals bekanntlich als Cheftrainer noch nicht in Amt und Würden: „Da haben wir einige Punktechancen liegen lassen.“


