Der Heimspielfluch beim Moerser SC ist gebrochen. Und mit dem verdienten 3:1-Erfolg über den PSV Neustrelitz kehrte bei den Zweitliga-Volleyballern am vergangenen Samstagabend die Erkenntnis zurück, dass eine Rettung noch möglich ist. Publikumsliebling Jakub Petras outete sich dabei als Optimist: „Wir sind noch nicht am Ende. Die Jungs haben gezeigt, dass sie auf Ligalevel spielen können. Dazu sind wird es unserem treuen Publikum schuldig, dass wir alles versuchen, um in der Zweiten Liga zu bleiben. Das haben sich die Fans verdient.“
Jakub Petras: Volleyball in sieben Ländern
Der 27-jährige Slowake, der als schlag- und sprungstarker Diagonalspieler zweifelsohne zu den Leistungsträgern im MSC-Kader zählt, kann das durchaus beurteilen. Petras war in seiner Karriere schon in Oman, Österreich, Italien, Finnland, Türkei und in der Heimat im Volleyball am Start. „Die Moerser Zuschauer feuern uns immer stark an. Das muss man wirklich wertschätzen. Und wir müssen auch mit Erfolgen zurückzahlen“, betont der Winterzugang.

Auch für Jakub Petras ist es das große Ziel, im Moers die 2. Bundesliga zu erhalten: „Ich fühle mich hier sehr wohl und würde auch gern bleiben, wenn wir mindestens weiter in der Liga spielen.“ Ein erstes Gespräch mit Vereinschef Guido Lohmann habe es schon gegeben, so Petras. Sein Verbleib hängt nicht nur von der Spielklasse, sondern natürlich auch vom Monatslohn ab. Sicher scheint, dass ein möglicher Drittliga-Abstieg sportlich nicht zu einem Mann von Petras‘ Klasse passen würde.
Moerser SC kann vielleicht auf die Lizenzvergabe durch die VBL hoffen
Noch hat der MSC vier Spiele Zeit, die Wende zu schaffen. Mindestziel bleibt, die nur zwei Punkte entfernten Münster Volleys einzuholen, die am 1. März auch noch im Enni-Sportpark Rheinkamp vorstellig werden. Abstiegsplatz elf könnte dann wichtig werden, wenn jetzige Zweitligisten oder auch potenzielle Aufsteiger Schwierigkeiten bei der Lizenzvergabe durch die Volleyball-Bundesliga (VBL) bekämen.
„Das wäre eine Hintertür, auf die wir uns aber nicht verlassen können“, betont Jakub Petras dazu. Der Slowake will die Rettung sportlich schaffen, „nicht über Mathematik“, wie er selber betont. Realistisch einholbar ist neben Münster nur noch der zehntplatzierte Kieler TV bei acht Punkten Distanz und vier Moerser Partien auf dem Ticket. Zumal die Nordlichter am 7. März auch noch in Rheinkamp antreten müssen.


