Am Tag danach las sich die 1:5 (0:3)-Packung bei den Sportfreunden Niederwenigern für die Landesliga-Fußballer des SV Scherpenberg schon nicht mehr ganz so bitter. Im Aufstiegsrennen patzten schließlich auch der bisherige Spitzenreiter ESC Rellinghausen (0:5 in Mintard) sowie Verfolger VfB Bottrop (0:6 in Goch) erheblich. „Ich habe der Mannschaft schon am Mittwochabend gesagt: Es war eine schlechte Leistung, aber es geht mit Volldampf für uns weiter“, betont Cheftrainer Sven Schützek mit Blick auf den weiter möglichen ersten Aufstiegsplatz, den der SV Budberg (7:0 über Rhenania Bottrop) nun inne hat.

Niederwenigern schlägt eiskalt zu: Drei Tore in 23 Minuten

Das erwartet schwere Match beim Oberliga-Absteiger aus Hattingen verlief durchaus kurios. Scherpenberg hatte klar die Ballhoheit, die Gastgeber nutzten Fehler im Spielaufbau und Defensivverhalten mit schnell und stark vorgetragenen Angriffen eiskalt aus. So wirkten die drei Treffer bis zur Pause durch Moreno Mandel (10.), Frederik Lach (17.) und Sekvan Rascho (33.) in Überfallmanier jeweils über beide Außenbahnen herausgespielt recht ähnlich.

Rheinberg / Moers: Fußball-Landesliga SV Budberg – SV Scherpenberg
Traf für den SV Scherpenberg sehenswert zum 1:3-Anschlusstreffer: Rechtsaußen Marcel Kretschmer (am Ball).© FUNKE Foto Services | Karl Banski

Das starke 1:3, eine Direktabnahme von Marcel Kretschmer nach Flanke von Baha Arslanboga (49.), war dann das Zeichen, die Partie vielleicht noch einmal aus den Angeln zu heben. Doch wirklich viel Freiraum gestattete Niederwenigern den Moersern nicht. Zwei Abwehrfehler, die Moreno Mandel konsequent im Scherpenberger Strafraum ausnutzte (76./78.), schraubten das Resultat auf ein brutales 1:5 aus Gäste-Sicht.

Kreispokal-Halbfinale am Ostermontag beim TuS Xanten

Die Pleite wurde am Gründonnerstag zügig aufgearbeitet. Am Ostermontag (15 Uhr, Fürstenbergstadion) wartet ja bereits das Kreispokal-Halbfinale beim abstiegsbedrohten Bezirksligisten TuS Xanten. In Angreifer Christopher Kimbakidila und Abwehrspieler Jonas Vengels stehen zwei Kicker im Aufgebot von Trainer Mirco Dietrich, die Scherpenbergs Coach Sven Schützek aus seiner Zeit bei der SV Hönnepel-Niedermörmter noch gut kennt.

PSV Lackhausen - SV Scherpenberg
Spielte beim SV Scherpenberg am Mittwochabend offenbar mit Schmerzen: Emirhan Karaca (in Blau), hier im Auswärtsspiel beim PSV Wesel. © FUNKE Foto Services | Thorsten Lindekamp

„Das ist für Xanten ein besonderes Spiel, wenn es um den Endspieleinzug geht. Bei uns muss die Einstellung stimmen“, hebt Sven Schützek hervor. Der wird auf einigen Positionen wechseln. Im defensiven Mittelfeld fehlt Emirhan Karaca wegen einer Zahnoperation. Der Stammspieler hatte offenbar schon während und nach dem Match in Niederwenigern Schmerzen. Seine Position wird Winterzugang Nils Werner einnehmen, den Coach Schützek in Hattingen als einen Lichtblick im trüben Scherpenberger Gesamtbild empfunden hatte.

Vier Spieler fallen beim SV Scherpenberg am Ostermontag aus

Dazu fehlen Torhüter Julian Geitz, Mittelfeldspieler Nick Noah Redam (beide Urlaub) sowie Außenbahnspieler Tevfik Kücükarslan. In der Innenverteidigung werden Max Abel und Matthias Tietz eine Startchance erhalten. Auch Ömer Akbel, Robin Fuhrmann und Luca Grillemeier haben sich Einsatzzeit verdient.

Scherpenberg spielt wieder freitags

In der Fußball-Landesliga geht es für den SV Scherpenberg im Aufstiegsrennen am kommenden Freitag, 10. April, um 20 Uhr in Asberg gegen den schwächelnden SC Werden-Heidhausen weiter. Vorverlegt ist auch die nächste Auswärtsaufgabe. Das Team von Trainer Sven Schützek tritt bereits am Samstag, 18. April, um 18 Uhr im Ruhrstadion beim Mülheimer FC 97 an.

Conner Wastian wird als Rechtsverteidiger für Bugra Arslanboga beginnen, auch wenn der Winter-Rückkehrer in Niederwenigern nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit keinen erfolgreichen Abend hatte. Ein hohes Bein gegen Robin Duesmann, der am Kopf verletzt vom Platz musste (59.), hätte leicht auch die Rote Karte statt der gelben nach sich ziehen können. Dazu hatte Wastian seine Aktien beim Gegentor zum 1:5 im Spiel. „Ich würde aber den Abend wirklich nicht an einzelnen Spielern festmachen. Wir waren in der Gesamtheit gegen einen starken Gegner einfach nicht gut genug“, sagt Coach Schützek.

SV Scherpenberg: Reck - Bu. Arslanboga (46. Wastian), Saiti, Williams, Kapuscinski - Karaca, K. Terzi (83. Kücükarslan) - Derikx (46. Werner), Ba. Arslanboga (90.+1 Fuhrmann), Kretschmer - Music (46. Akbel).