Die Leidenszeit und die damit eng verbundene zermürbende Erfolglosigkeit nimmt einfach kein Ende: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort stolpern weiterhin von einer Niederlage zur nächsten. Dabei keimten im Vorfeld des Auswärtsspiels beim ebenfalls zuletzt äußerst erfolglosen VfL Waiblingen durchaus zarte Hoffnungen auf eine positive Trendwende auf. Doch daraus wurde nichts. Das klar spielerisch limitierte Tabellenschlusslicht scheiterte nicht nur an einem besseren Gegner, sondern mal wieder an zu vielen persönlichen Fehlern sowie an einem labilen Nervenkostüm. Durfte der TuS Lintfort im Hinspiel gegen den VfL Waiblingen im November 2025 beim 24:21 noch letztmals über einen doppelten Punktgewinn jubeln, so bissen diesmal die gastgebenden „Tigers“ gnadenlos zu und gewannen deutlich mit 32:22 (14:12).
Die Tigers aus Waiblingen bissen diesmal gnadenlos zu und siegten deutlich
Dabei war der Auftritt des TuS Lintfort in Hälfte eins zufriedenstellend. Man konnte dem Team die guten Absichten ansehen – Moral und Kampf stimmten. Der Gast belohnte sich für sein Engagement, führte verdient mit 5:3 (14.). Doch das TuS-Spiel büßte in der Folgezeit massiv an Qualität ein. Es sind bekanntermaßen die Phasen, in denen das Leistungsniveau ziemlich schnell in den Keller fällt. Waiblingen, das nahezu in Bestbesetzung antrat, nutzte die Schwächephase seines Kontrahenten konsequent aus und drehte den Rückstand in eine 10:6-Führung (22.) um. Doch den TuS-Spielerinnen gelang es diesmal noch vor dem Pausenpfiff, den Negativlauf zu stoppen. Beste TuS-Spielerinnen waren Eva Manthei, Alea Mattig sowie Leonie Udaw.

Doch wer darauf gehofft hat, dass der TuS Lintfort nach dem Seitenwechsel endlich einmal den „Bock umstoßen“ würde, sah sich bitter enttäuscht. Die Mannschaft kam aus der Kabine total mut- und antriebslos zurück, verfiel umgehend in alte schlimme Muster. Die Bereitschaft in der Deckung genügte nicht mehr – im Angriff war es mal wieder eine Mischung aus phasenweise nicht zweitligatauglicher Passqualität, schlechten Entscheidungen und einer grottigen Trefferquote.
Auch zwei Auszeiten können freien Fall des TuS Lintfort nicht stoppen
Die Mannschaft fiel hin und stand nicht mehr auf. Bettina Grenz-Klein nahm schnell zwei aufeinanderfolgende Auszeiten, konnte den freien Fall ihrer Mädels aber nicht mehr stoppen. „Es ist eine reine Kopfsache. Es klappt gar nichts, wir fallen hin und bleiben liegen“, ärgerte sich die TuS-Trainerin. Yara Vlaswinkel (45.) sah zudem wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte.

TuS Lintfort: Anita Polackova, Neele Brandt – Alea Mattig 8, Mia Hinz, Nathalie Corsten 1, Insa Weisz, Lynn Broders 1, Jana Willing, Rieke Rosner, Sydney Lupisella, Yara Vlaswinkel 1, Femke Kleijkers, Svenja Rottwinkel, Vakare Damuleviciute 2/2, Eva Manthei 5, Leonie Udaw 4.


