Selbst das mittlerweile unendlich lange Warten auf den ersten Sieg seit dem vergangenen November kann zur Belastung werden: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort strotzen nicht gerade vor Selbstbewusstsein, denn die erbrachten Leistungen sind weiterhin viel zu schwankend. Und die Aussichten auf Besserung oder gar auf etwas Zählbares bleiben äußerst gering. Das Team um Trainerin Bettina Grenz-Klein gibt aber nach wie vor nicht auf, will sich zumindest vor heimischer Kulisse einfach besser präsentieren, unabhängig vom Ergebnis. Der TuS Lintfort empfängt zum vorletzten Heimspiel der Saison 2025/26, am Samstag um 17.30 Uhr in der Eyller Sporthalle den haushohen Favoriten ESV Regensburg.

Das vorletzte Heimspiel der Saison 2025/26 wird am Samstag, um 17.30 Uhr, angepfiffen

„Die Gäste aus Bayern stellen ein ganz starkes Team, mit denen wir schon bei der deutlichen 27:44-Hinspielniederlage so unsere Mühen hatten“, erinnert sich Bettina Grenz-Klein nur ungern. „Aber unser eigener Ansporn im Heimspiel kann nur lauten, es diesmal irgendwie besser zu machen.“ Der TuS Lintfort hat sich in den jüngsten Spielen auch nicht komplett schlecht verkauft. Gute Ansätze gab es gegen Werder Bremen, Solingen-Gräfrath und auch gegen Bayer Leverkusen. Doch es blieben immer nur ansehnliche Phasen. Eva Manthei spielt sich dabei aber ganz klar in den Vordergrund. Die erst 18-jährige Rückraumspielerin tritt unbekümmert, manchmal gar „wild“ in Erscheinung, was sie aber für die gegnerischen Deckungsreihen unberechenbar macht. Acht Tore unlängst im Derby im Leverkusen sind aller Ehren wert. Aber auch Svenja Rottwinkel hat im Spiel gegen die Bayer-Elfen, vor allem in Durchgang zwei, ihre alte erfolgreiche Abschlussstärke zurückerlangt.

2. Handball-Bundesliga: TuS Lintfort - HSV Solingen-Gräfrath
Mit Wucht und Entschlossenheit durch die gegnerische Deckung: TuS Lintforts Linkshänderin Alea Mattig (Mitte).© FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

„Wir müssen unsere Tormöglichkeiten besser nutzen als zuletzt – mehr Entschlossenheit in den Torwurf legen“, ergänzt Bettina Grenz-Klein: „Auch gilt es, die Außenpositionen noch besser mit einzubinden, vor allem die linke Seite. Und wir müssen den Gegenstoß besser in Szene setzen. Das klappt im Training schon gut, im Spiel weniger.“

Wir müssen unsere Tormöglichkeiten besser nutzen als zuletzt – mehr Entschlossenheit in den Torwurf legen.

Bettina Grenz-Klein, Trainerin des Handball-Zweitligisten TuS Lintfort

ESV Regensburg ist Tabellensechster mit geballter Offensive

Doch der Tabellensechste Regensburg reist mit einer geballten Offensivkraft an. Die Gäste verfügen über ein extrem starkes Konterspiel, haben etliche Spielerinnen in ihren Reihen, die aufgrund ihrer ausgeprägten individuellen Fähigkeiten den „Durchbruch“ perfekt beherrschen sowie die einfache „Schusskraft“ aus der zweiten Reihe.

Mannschaftsfoto und Köpfe von Handball-Zweitligist TuS Lintfort
Hat schnell einen neuen Verein gefunden: Lynn Broders vom TuS Lintfort.© FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

Der TuS Lintfort muss am Samstag definitiv auf Rückraumspielerin Vakare Damuleviciute wegen einer Sprunggelenkverletzung verzichten. Linksaußen Nathalie Corsten ist nach wie vor grippal angeschlagen. Und jetzt doch: Lynn Broders (19 Jahre) verkündete erst Ende April, wie bereits berichtet, ihren Weggang vom TuS Lintfort. Die offizielle Begründung hieß: Karriereende. Doch die junge Kreisläuferin hat schnell einen neuen Verein gefunden: Es geht zum TV Aldekerk.