Auch eine Pflichtaufgabe kann schwer werden, wenn der Druck entsprechend in die Höhe schnellt. So gesehen ist Trainer Sven Schützek vom Fußball-Landesligisten SV Scherpenberg vor dem Heimmatch am Samstag (16 Uhr, Asberger Straße) gegen Schlusslicht Rhenania Bottrop weit davon entfernt, die angestrebten drei Punkte schon vor dem Anpfiff als verbucht anzusehen. Erstens gab der Tabellenzweite zuletzt beim 1:2 in Katernberg in der Schlussphase ein denkbar kopfloses Bild ab. Zweitens gelang im Hinspiel auch erst in der 90. Minute der 2:1-Siegtreffer.

Baha Arslanboga wieder in der Startelf des SV Scherpenberg

Der damalige Torschütze Baha Arslanboga steht nach abgesessener Gelb-Sperre als spielstarker Zehner wieder bereit. In Katernberg hatte Robin Fuhrmann die Position gut bekleidet, so lange die Luft ausreichte. Dem Aufgebot gehören übrigens auch wieder die Terzi-Brüder Kaan und Arda an, die am vergangenen Wochenende aus privaten Gründen gepasst hatten. Gerade Kaan Terzi wurde im defensiven Mittelfeld in Katernberg durchaus vermisst.

Moers: Fußball-Kreispokal SV Scherpenberg – 1. FC Lintfort
Ist in der Innenverteidigung nach mehr als zwei Monaten Pause wieder gefragt: Max Abel (rechts), hier gegen den ehemaligen Lintforter Yassin Andich.© FUNKE Foto Services | Karl Banski

Ob der ehemalige Oberligaspieler gegen Rhenania Bottrop zur Startelf zählen wird, ist noch offen. Im finalen Auswärtsspiel am 30. Mai beim VfB Bottrop wird Kaan Terzi allerdings mit ziemlicher Sicherheit gebraucht. Da wird Leistungsträger Emirhan Karaca wegen seiner Hochzeit auf der Sechser-Position fehlen.

Beim SV Scherpenberg gibt Max Abel in der Innenverteidigung sein Comeback

Eine Umstellung gibt es bei Scherpenberg in der Innenverteidigung. Folarin Williams ist am Samstag beruflich verhindert, so dass Max Abel wieder in die Startelf zurückkehrt. Aufgrund muskulärer Probleme hatte der 24-Jährige seit dem 1. März, da gab es einen 5:3-Heimsieg über Blau-Weiß Mintard, passen müssen.

Fußball, TuS Xanten - SV Scherpenberg
War gegen Katernberg als Zehner-Ersatz für Baha Arslanboga bis zur Auswechslung recht gut unterwegs: Robin Fuhrmann (links).© FUNKE Foto Services | Markus Joosten

Im Aufstiegszweikampf mit dem Tabellenführer SV Budberg (Samstag um 18 Uhr gegen Mintard) ist die Ausgangslage für das Schützek-Team weiter glasklar: drei Siege in den verbleibenden drei Spielen, und der Sprung in die Oberliga wäre tatsächlich geglückt. „Einstellung und Laufbereitschaft müssen stimmen gegen einen Gegner, der nun wirklich nichts mehr zu verlieren hat“, mahnt Coach Sven Schützek an: „Alle wissen, was sie zu tun haben.“

Der missglückte Auftritt in Katernberg wurde unter der Woche aufgearbeitet. „Ruhig, sachlich und von der Mannschaft, wie immer, auch selbstkritisch“, betont Sven Schützek. Der hofft natürlich sehr darauf, dass der Ausrutscher im Essener Nordosten der letzte seiner Art in dieser Saison für den SV Scherpenberg war.