Für den 1. FC Lintfort geht am Freitagabend ein etwas merkwürdiger Monat zu Ende. „Kein Heimspiel im Mai, das hatte ich auch noch nicht“, sagt Meik Bodden, Trainer des Fußball-Landesligisten. Der Rückzug des GSV Moers, die Pfingstpause und die ohnehin im Spielplan vorgesehenen zwei Auswärtspartien in Folge sorgten für diese ungewöhnliche Konstellation. Die letzte Auswärtsfahrt der Saison führt den FCL nun zu Viktoria Goch, wo um 20 Uhr der Anpfiff ertönt.

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Sportlich ist alles gesagt. Mit dem 6:0 bei der DJK Sportfreunde Katernberg haben die Lintforter nun auch die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigt, folglich könnte es mit den ebenfalls jenseits von Gut und Böse stehenden Gastgebern einer der wenig beliebten Sommerkicks werden. „Die Vorzeichen sind jedenfalls da“, sagt Meik Bodden, der allerdings auf das Gegenteil hofft. Schließlich würde er beim Falten der Abschlusstabelle in der Mitte gern auf der oberen Seite stehen, sprich: mindestens auf Platz neun. Am letzten Spieltag kommt Prügelknabe Rhenania Bottrop, da wäre also ein Erfolg im Hubert-Houben-Stadion schon die halbe Miete.

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Große Rotationsmöglichkeiten bieten sich angesichts des weiterhin knapp besetzten Kaders nicht. Nach Simon Schwarz holte sich in Katernberg auch noch Rafael Vizuete Mora eine Rotsperre ab. Für ihn wird, das steht schon fest, Julian Klement in die Startformation rücken. Außerdem gibt es auf der Torwartposition eine verfrühte Abschiedsvorstellung: Filip Curcic, der den FCL nach zwei Jahren Richtung Essen verlässt, ist am letzten Spieltag privat verhindert, so dass er bereits in Goch für Jan Roolfs zwischen die Pfosten rücken wird. André Rieger sitzt nach überstandener Gehirnerschütterung auf der Bank.

Ungeachtet des geringen sportlichen Wertes hat Meik Bodden schon ein bisschen Hoffnung, dass seine Mannschaft sich auf dem ungewohnten Gocher Rasen noch einmal ins Zeug legt: „Das Training am Mittwoch war jedenfalls richtig gut, da habe ich den Jungs sogar applaudiert.“