Weiß bleibt für den 1. FC Lintfort in dieser Saison die Farbe des Erfolges. Das Team von Trainer Meik Bodden setzte die Siegesserie in der Fußball-Landesliga beim hoch verdienten 3:0 (2:0) über den VfL Rhede in der königlichen Dressfarbe nicht nur fort. Die Lintforter haben auch mindestens bis zum späten Sonntagnachmittag die Tabellenführung erklommen. Was eine Premiere für den Klub zur Hälfte einer Landesliga-Hinrunde ist. Die Feier nach dem Match fiel im Klubhaus bei Partymusik und Gerstensaft feucht-fröhlich aus. Aber nicht für alle Lintforter. Der Sieg über den Aufsteiger wurde teuer erkauft: Mittelstürmer Luca Hoff schied kurz vor der Halbzeit nach einem Zusammenstoß im Rheder Strafraum mit argen Atemproblemen aus. Erste Diagnose vor dem Weg ins Krankenhaus: mindestens Rippenprellung, vielleicht sogar Rippenbruch.
Für den 1. FC Lintfort trifft Jan Goretzki doppelt
Ersatzmann Jan Goretzki führte sich allerdings umgehend gut ein, nachdem Coach Bodden fast acht Minuten lang mit nur zehn Spielern hatte agieren lassen. Der Youngster vollstreckte nach Flanke von Antony Brai und Kopfballvorlage von Rafael Vizuete Mora in der Nachspielzeit von Halbzeit eins auf 2:0. Zusammengenommen mit dem Führungstreffer von Jonas Haub, der im Strafraumgetümmel erfolgreich „draufgehalten“ und sein erstes Saisontor erzielt hatte (16.), ging das Resultat auch voll in Ordnung.

Die Gastgeber nahmen von Beginn an das Zepter in die Hand, hatten etliche gute Chancen. Alfred Appiah traf mit einem 25-Meter-Schlenzer nur den rechten Pfosten (13.), Verteidiger Antony Brai mit einem Gewaltschuss die Querlatte (42.). Budberg-Bezwinger Rhede war zwar ziemlich flink auf den Beinen. Gefährlich wurde der zuweilen eher wild agierende VfL nur, wenn sich Lintfort auf Hektik und unnötige Zweikämpfe einließ. Doch nur einmal roch es nach dem Ausgleich. Leon Franken verzog freistehend im Strafraum vor Jaden Bagh (44.), der Jan Philip Roolfs im Tor vertrat. Den Grund für den Torwartwechsel nannte Coach Bodden nach dem Match: „Jaden hatte sich Spielpraxis verdient.“
1. FC Lintfort lässt den VfL Rhede auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr ins Spiel
Nach der Pause machten die Lintforter recht zügig den Deckel aufs Match, auch wenn Rhede bis in die Schlussminuten hinein nicht aufsteckte. Jan Goretzki erzielte seinen zweiten Treffer, als eine Vorlage von Alfred Appiah zum 3:0 vollstreckte (50.). Danach passierte nicht mehr viel. Die Gastgeber ließen Rhede kaum zur Entfaltung kommen, hatten ihrerseits aber auch keine größeren Konterchancen mehr. Am Ende wurde erst im Spielerkreis, dann mit den Fans gefeiert.
1. FC Lintfort muss am kommenden Freitag beim 1. FC Kleve ran
„Das war von A bis Z eine souveräne Leistung“, lobte Trainer Meik Bodden. Ähnliches wird kommenden Freitag ebenfalls vonnöten sein. Dann geht es um 19.30 Uhr zum Oberliga-Absteiger 1. FC Kleve auf den Bresserberg. Die Gastgeber setzten sich am Freitagabend in Mennrath mit 5:1 durch und scheinen nun ebenfalls im Aufwind.
1. FC Lintfort: Bagh - Ziebell (83. Meyer), Kogel, Brai - El Abdouni (69. Maas), Ngangjoh (69. M. Goretzki), Forster, Vizuete Mora (76. Ramic), Haub - Appiah, Hoff (43. J. Goretzki).


