Eine bildschöne Aktion allein war am Mittwochabend am schmucken Kunstrasen der Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen das Eintrittsgeld wert. All jene der immerhin 150 Zuschauer, die sich nicht rechtzeitig am St. Nikolausweg eingefunden hatten, dürften sich im Nachhinein geärgert haben. Der Höhepunkt im Andreas-Thiemann-Kreispokal-Achtelfinale der Gastgeber gegen den Bezirksligisten GSV Moers war bereits in der siebten Minute ein Freistoß von Florian Ortstadt. Der langjährige Landesliga-Kicker aus Lintfort zirkelte die Kugel aus halbrechter Position knapp jenseits des Gäste-Strafraums unhaltbar in den linken Torwinkel: Die zeitige Entscheidung beim 1:0 (1:0) in einem durchaus flotten Match.

GSV Moers trifft in der 87. Minute nur den Innenpfosten

„Ich bin stolz auf die Jungs, die auch durchgängig gut nach hinten gearbeitet haben. Wir haben uns nach dem bitteren 1:2 vom Sonntag gegen Tabellenführer SSV Lüttingen nicht hängen lassen. Einziges Manko: Wir haben erneut ganz viele dicke Torchancen liegen lassen“, befand Trainer Andreas Weinand. Letzteres wurde nicht bestraft, obwohl der GSV drei Minuten vor dem Ende die goldene Chance auf den Ausgleich hatte. Doch nach der vierten Ecke tropfte der Ball nach einem Kopfballaufsetzer von Aza Kader aus kurzer Distanz an den linken Innenpfosten.

Erschöpft, aber glücklich nach dem Pokalsieg über den GSV Moers: Trainer Andreas Weinand (links) und einige seiner Kicker von der Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen.
Erschöpft, aber glücklich nach dem Pokalsieg über den GSV Moers: Trainer Andreas Weinand (links) und einige seiner Kicker von der Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen.© Michael Ryberg | Michael Ryberg

Ein 1:1 und ein vermutlich dann folgendes Elfmeterschießen hätte dem Spielverlauf allerdings wahrlich nicht entsprochen. Zugegeben: Der GSV hatte den einen oder anderen ordentlichen Ballvortrag. Vor dem Tor allerdings blieben die Mannen um Trainer Andreas Oerschkes meist harmlos. Mit der genannten Ausnahme aus der 87. Minute. Dazu wirkten die Grafschafter im Spielaufbau recht fehlerlastig. Verständlich, dass der Coach, der am Mittwochabend übrigens auch als Linienrichter vor der eigenen Bank im Einsatz war, nach dem Abpfiff ohne Umschweife und eher enttäuscht über die mäßige Darbietung seiner Kicker in die Kabine stapfte.

GSV Moers will am Sonntag im Duell mit TuS Asterlagen punkten

„Das war ein grundsätzlich verdienter Sieg für Rheurdt. Die Mannschaft hat in dieser Besetzung in der Kreisliga A eigentlich nichts zu suchen. Wir haben viel zu spät ins Spiel gefunden. Hoffentlich treten wir Sonntag gegen den TuS Asterlagen in einem wichtigen Spiel um den Klassenerhalt in der Bezirksliga besser auf“, erklärte GSV-Teammanager Andreas Gressl nach dem eher bitteren Kabinengang.

Ich bin durchaus stolz auf die Jungs, die auch durchgängig gut nach hinten gearbeitet haben.

Andreas Weinand, Trainer des Kreisliga-A-Zweiten Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen

Mit dem 0:1 waren die Grafschafter schließlich noch gut bedient. Aus einem üppigen Portfolio an Großchancen für den gastgebenden Fusionsklub ragten ein Lattenkopfball von Julian Thiel, der als ehemaliger Angreifer am Mittwochabend in der Innenverteidigung seinen Mann stand, und ein Querbalkenkracher von Mehmet Ügüdür heraus. Auch Torschütze Florian Ortstadt hatte noch zwei potenzielle 2:0-Bälle auf dem Schuh, zweimal parierte GSV-Keeper Clemens Genkel.

Rheurdt-Schaephuysen: Nico Jeegers muss mit Knieverletzung vom Platz

Pech für Rheurdt-Schaephuysen: Sechs Minuten vor dem Ende verletzte sich Linksverteidiger Nico Jeegers nach einem Zusammenstoß nahe des Mittelkreises am linken Knie. Der ehemalige Tönisberger Landesligakicker musste vom Platz. „Hoffentlich ist die Verletzung nicht allzu schlimm“, so Trainer Andreas Weinand. Der 28-jährige Jeegers musste in seiner Fußballer-Karriere schon jeweils einen Kreuzbandriss an beiden Knien verkraften.

MSV Moers und TuS Xanten sind im Viertelfinale

Gleich vier Öztürk-Treffer ließen Kreisliga-A-Aufsteiger MSV Moers im Heimspiel gegen Borussia Veen beim 4:2 (3:1) jubeln. Für die Meerbecker trafen der ehemalige Lintforter Tayfun Öztürk (15., 60.) sowie Gökhan Öztürk (21., 33.) jeweils doppelt. Die Gäste kamen vor 200 Zuschauern im Sportpark Rheinpreußen durch Jan Theo Büren (27.) und Jonas van den Brock (83.) lediglich zu zwei Anschlusstreffern.

Beim C-Ligisten SV Vynen-Marienbaum ließ Bezirksligist TuS Xanten nichts anbrennen. Das 7:0 (2:0) für den Titelverteidiger besorgten David Epp (17., 64.), Gerrit Jenowsky (37.), Velibor Geroschus (58.), Lukas Wellmanns (78./Elfmeter, 83.) und Buhan Gariba (85.).

Auch Landesligist VfB Homberg ist eine Runde weiter. B-Liga-Tabellenführer TuS Borth hatte auf eigenem Kunstrasen vor immerhin 200 Zuschauern beim 0:7 (0:3) keine wirkliche Siegeschance. Torjäger Marcio Blank erzielte in der 30. per Elfmeter, in der 54. und 57. Minute gleich drei Treffer. Außerdem jubelten beim Team von Trainer Daniel Beine noch Emir Demiri (6./Elfmeter), Michael Tosh Lake (45., 78.) und Rashad Ouro-Akpo (50.).

Am Donnerstag (20 Uhr) spielen der Rumelner TV und TuS Asterlagen. Weitere Termine des Achtelfinals: 27. Oktober, 20 Uhr: VfL Rheinhausen - SV Budberg; 29. Oktober, 19.30 Uhr: TV Kapellen - FC Neukirchen-Vluyn.