Bis 500 Meter vor dem Ende war der 27. RWW-Ruhrauenlauf ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann spielte der Zweite des Vorjahres seine Stärke aus und verbesserte sich über die zehn Kilometer gegenüber 2024 noch um einen Platz.
33:23 Minuten benötigte der 29-jährige Dortmunder Lorenz Rix um nach seinem zweiten Platz im Vorjahr diesmal als Erster über die Linie zu laufen. Nur knapp vor dem deutlich älteren Maciek Miereczko (Jahrgang 1979) aus Erftstadt und Noureddine Mansouri aus Herne.
„Bestes Läuferwetter und die Strecke ist sehr, sehr schön, aber die schnellste ist es nicht“, meinte der Sieger unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Das musste der 29-Jährige schon im vergangenen Jahr feststellen, als er auf einer für ihn neuen Strecke auf Bestzeit lief. „Das hat zwar geklappt, war aber hart. Die Strecke hat viele Kurven, ein leichter Anstieg ist mit drin, dazu ein kurvenreicher Downhill. Die Strecke über die Ruhr ist natürlich wunderschön aber auch sehr verwinkelt“, fasste Rix zusammen.
Ihm als Mittelstreckenläufer, der im Verein zwischen 800 und 3000 Metern zu Hause ist, kommt das durchaus entgegen. „Ich komme mit guten Antritten aus den Kurven raus“, so der Dortmunder. Früh bildete er mit Miereczko und Mansouri eine dreiköpfige Spitzengruppe, die dem sonstigen Feld weit enteilt war. Bis fast 8,5 Kilometer war das Trio gemeinsam vorne, dann bis 500 Meter waren Rix und Miereczko noch zu zweit. „Die erste Hälfte war langsam, die zweite dafür knackig schnell.“
Schlussspurt entscheidet zu Gunsten des Vorjahreszweiten
Auf der Zielgeraden war der Vorjahreszweite dann durchaus optimistisch. „Ich habe mir die anderen angeguckt und gesehen, dass das Langdistanzläufer sind. Durch die 800 Meter habe ich einen guten Schlussspurt“, meinte Rix. Den spielte er dann auch aus. Im nächsten Jahr möchte er seinen Sieg gerne wiederholen. „Wenn es in den Plan passt, dann auf jeden Fall.“
752 Teilnehmer: TSV Viktoria will 2026 wieder vierstellig werden
„Es war nicht so warm wie letztes Jahr, aber genauso windig“, fasste die Siegerin die Bedingungen zusammen. Da das Feld schon früh auseinandergezogen war, war die Duisburgerin früh auf sich alleine gestellt. „Bis zwei Kilometer waren wir noch in einer Gruppe“, berichtete sie hinterher. In diesem Jahr stehen für die Duisburgerin noch die 5000 Meter auf der Bahn an sowie der Lichterlauf in Duisburg. „Der ist ja ganz wichtig für die Region, damit wir die Beleuchtung auf der Regattabahn sichern“, so die Doppelsiegerin.
Bei besten Laufbedingungen gingen insgesamt 752 Starterinnen und Starter bei Ruhrauenlauf an den Start – und damit über 300 mehr als im vergangenen Jahr. „Es ist einfach ein schönes Event“, strahlte Dirk Winkelmann, Vorsitzender des TSV Viktoria, und blickte dabei nicht nur auf die gut gefüllten Felder, sondern auch auf das bunte Familienfest vor der Harbeck-Sporthalle. Die Zahlen zeigen, dass die Traditionsveranstaltung nach fünf Jahren zwischenzeitlicher Pause wieder voll da ist. „Nächstes Jahr sind wir wieder vierstellig“, meinte TSV-Geschäftsführerin Claudia Hendricks. Der 28. Ruhrauenlauf steigt am 29. August 2026.
Zum Nachverfolgen: Liveblog zum 27. RWW-Ruhrauenlauf
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