Der Startschuss des 28. RWW-Ruhrauenlaufs war gerade gefallen, da setzte der Regen über Mülheim-Saarn ein und begleitete die Läuferinnen und Läufer über die gesamten zehn Kilometer. Das hinderte Maciek Miereczko allerdings nicht daran, sich mit einer Zeit unter 33 Minuten nach Platz zwei im Vorjahr diesmal sogar noch um eine Position zu verbessern. Sein großes Ziel liegt aber in der Hauptstadt.

Der 46-Jährige aus Erftstadt gehört zu den besten Ü45-Läufern Deutschlands und hatte sich bei seinem zweiten Start beim Ruhrauenlauf schon nach wenigen Kilometern von den restlichen fast 300 Starterinnen und Startern abgesetzt. „Ich wollte kein Risiko eingehen. Letztes Jahr bin ich zu langsam angegangen und hatte auf den letzten Kilometern keine schnellen Beine mehr“, erinnerte sich der gebürtige Pole. 2025 musste er sich noch Lorenz Rix aus Dortmund geschlagen geben.

Routinier nutzt Mülheimer Ruhrauenlauf für die Vorbereitung auf Berlin

Diesmal lief er mit weitem Abstand vor Eric Lange vom Sportclub Krefeld und Linus Erdmann von Düsseldorf Athletics über die Ziellinie. „Die Strecke ist schon anspruchsvoll, aber auch technisch und ist deshalb gut für einen Trainingslauf“, meinte der Sieger. Er trainiert für sein großes Ziel am 27. September: den Berlin-Marathon. 2:22 Stunden peilt der Routinier als Ergebnis an. Als Bestzeit hat er sogar eine 2:14:16 in der Vita stehen, diese Leistung stammt allerdings aus dem Jahr 2006 und damit aus Miereczkos College-Zeit in den USA: