Im dritten Spiel ist der Knoten geplatzt. Unverhofft, ja ziemlich überraschend sogar. Die Handballerinnen vom TV Biefang feierten ihren ersten Saisonsieg in der Regionalliga. Die Mannschaft von Dieter Schölwer bezwang in heimischer Halle die hochgehandelten Frauen vom HC Weiden 2018 erstaunlich klar mit 28:20 (14:9). „Wir haben vieles richtig und clever gemacht, auch taktisch. Das erforderliche Matchglück war uns ebenfalls hold. Nach so einer gelungenen Vorstellung darf man getrost stolz auf die Mädels sein“, schwärmte Biefangs Trainer nach den überzeugenden 60 Minuten. „Vor dem Spiel hatte ich unsere Chancen auf vielleicht zehn Prozent beziffert. Damit konnte man nicht wirklich rechnen, dass wir es dann so souverän lösen. Super!“
Die Gastgeberinnen brachten auch endlich mal wieder ein hohes Maß an Stabilität in der Defensive hervor. Dahinter wuchs Torhüterin Katja Schulz mehrfach über sich hinaus. Die 9:2-Führung nach knapp einer Viertelstunde war schon ein aussagekräftiges Statement. Weiden konnte in der Folge zwar einmal auf 12:9 verkürzen. Doch die Gäste brachten ihre PS zu selten auf die Platte. Und dann stand ihnen mit den Biefangerinnen eben ein Gegner gegenüber, der mit viel Engagement und Aufmerksamkeit entscheidend zu punkten wusste.
Aniella Scotti und Caro Evers feierten bei den Damen ein gelungenes Debüt
TBO-Handballer in der Saison angekommen
Die Handballer vom Turnerbund Oberhausen sind auch in der Saison angekommen. Nachdem der Aufstiegsfavorit den Auftakt gegen Borken noch in den Sand gesetzt hatte, behauptete sich die Mannschaft von Max Barentzen nun im Duell zweier Verbandsliga-Schwergewichte. Der TBO ließ in der Hans-Jansen-Halle nichts anbrennen und bezwang den TV Schafheim nach starker Vorstellung mit 39:31 (22:15). „Von der Einstellung her war das eine glatte Eins mit Sternchen. Alle haben geliefert“, bilanzierte der TBO-Coach zufrieden. Die Hausherren ließen von Beginn an nichts anbrennen und hatten mit Nikki Lauer einen überragenden Keeper zwischen den Pfosten. Der raubte Schwafheim mit unzähligen Top-Paraden den letzten Nerv. Spätestens zur Mitte des zweiten Durchgangs war die Partie ob einer Neun-Tore-Führung vorzeitig entschieden.
Makellos mit 6:0-Punkten grüßt der TuS 87/97 Alstaden aktuell von der Tabellenspitze. Die Kuhle-Boys machten auswärts mit dem TuS Lintfort kurzen Prozess und gewannen völlig ungefährdet mit 42:21 (21:8). Wie Lauer beim TBO avancierte auch Alstadens Torhüter Valentin Bieber zum Man of the Match. Der Schlussmann ragte mit weit über 20 Paraden heraus und kam dabei sogar selbst noch auf fünf eigene Treffer. „Das war ein Statement. Die Jungs haben die Erwartungen voll erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen“, war Alstadens 1. Vorsitzender Alex Christ von der Leistung angetan.
Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel war das Ding zu Gunsten der Schölwer-Sieben vorzeitig gegessen (20:10). Die erst 17-jährige Henriette Tenfelde durfte nach dem Ausfall von Esther Langenhoff zum ersten Mal auf ihrer angestammten Lieblingsposition auf Rechtsaußen ran. Der Neuzugang aus Tönisvorst steuerte prompt acht Treffer bei und verrichtete überdies in der Abwehr einen klasse Job. Die beiden A-Juniorinnen Aniella Scotti und Caro Evers feierten bei den Damen ein gelungenes Debüt. „Das war der Brustlöser, den wir gebraucht haben. Jetzt sind wir wieder im Soll“, schloss Schölwer gut gelaunt.
TVB: Schulz, Geukes; Hegemann, Schubert (3), Milbach (2), Tenfelde (8), Steiner (2), Scotti, Häßler (5), Kämpker (4), Ostenrath (3/1), Feulner (1), Ferencevic.
Über beide Ohren strahlen konnten auch die Männer vom SC Rot-Weiß Oberhausen. Die Oberliga-Handballer verzeichneten im zweiten Heimspiel ihren zweiten Saisonsieg. Die Schützlinge von Chris Oploh behielten in der Willy-Jürissen-Halle am Ende deutlich mit 31:21 (14:7) gegen die HSG VeRuKa die Oberhand.
RWO-Handballer verzeichnen im zweiten Heimspiel den zweiten Sieg
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„Der Schlüssel war definitiv unsere Abwehr“, benannte der RWO-Coach hinterher den Grundstein. Für das ausgezeichnete deckungsverhalten standen Robin Werner und Damian Janus im Innenblock Pate. Durch das kompromisslose Verteidigen wurden die Gäste immer wieder aus dem Konzept gebracht und zu Fehlern gezwungen. Darüber hinaus zeichnete sich Andor Schneider im RWO-Tor immer wieder mit guten Paraden aus. Vorne schlossen die Kleeblätter konsequent ab. Tolga Asci und Ken Lohmann gelangen etliche einfache Treffer.
Oploh justierte nach einem kleinen Zwischentief (19:15, 41.) in Hälfte zwei nach. Die Hausherren setzten sich daraufhin kontinuierlich ab. Einziger Wermutstropfen: Jan Franzen knickte unglücklich um und schied mit einer Sprunggelenksverletzung vorzeitig aus. „Zur Wahrheit gehört sicher auch, dass die HSG nicht mit voller Kapelle vorstellig wurde. Das soll unseren absolut verdienten Sieg aber jetzt nicht schmälern“, resümierte Oploh.
RWO: Grzesinski, A. Schneider; Krecker, Krings (2), Asci (8), Janduda (1), D. Janus (1), J. Drathen (2), Hanenberg (1), Lohmann (8), Schoofs (1), Handschke (4/2), R. Werner (1), Hinz (2), Franzen, S. Drathen,



