„Ich habe ja schon mehrfach gesagt, dass in dieser Saison jeder jeden schlagen kann. Und genau das ist mal wieder eingetroffen“, zeigte sich Matthias Steinkamp hörbar stolz über den 50:31-Erfolg des Kunstturnteam Oberhausen im TC 69 gegen die KTV Koblenz II. Die Schmachtendorfer lieferten in der vollen und gewohnt stimmungsvollen Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule eine blitzsaubere Vorstellung, während der bisherige Tabellenführer einen rabenschwarzen Tag erwischte. „Das ist natürlich ein Hammer“, bilanzierte der KTTO-Mannschaftskapitän zufrieden.

Dabei waren die Vorzeichen vor dem Wettkampf erneut alles andere als ideal, hatte sich doch Klaas-Jan Zwolsman wegen Fiebers kurzfristig abmelden müssen. So musste Landsmann Bram Verhofstad unverhofft an sechs Geräten turnen. „Darauf war er natürlich überhaupt nicht vorbereitet“, berichtet Steinkamp, dessen Team aber am Boden (12:3) direkt einen Start nach Maß erwischten. Daran änderte auch das 6:8 am Pauschenpferd nichts, während an den Ringen mit 8:4 das KTTO wieder die Oberhand behielt. Dabei ging an den Ringen mit Timo Balk ein nachgemeldeter Turner an den Start, der normalerweise als Trainer bei den Schmachtendorfer fungiert.

Am 14. November steht für das KTTO der letzte Saisonwettkampf an

3. Turn-Bundesliga (Nord): Kunstturnteam Oberhausen gegen KTV Koblenz II
Auf und neben der Matte herrschte in der vollen Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule eine tolle Stimmung.© FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

„Timo hat seit acht Jahren keinen Wettkampf mehr geturnt. Aber da wir an den Ringen mit so viel Verletzungspech zu kämpfen hatten, haben wir ihn gefragt, was bei ihm geht. Schließlich war er früher richtig gut an den Ringen“, so Steinkamp. Letztlich war es wohl auch ein Schlüsselmoment für den späteren Gesamtsieg, holte Balk doch gleich mit 10,80 die höchste deutsche Wertung raus und sicherte seinen Team drei Punkte.

Nach einem klaren Sieg (13:2) beim Sprung und einem Remis (5:5) am Barren war die Messe bereits gelesen, so dass das KTTO das 6:9 am Barren verschmerzen konnte. Weiter geht es für die Schmachtendorfer am 14. November mit dem letzten Wettkampf beim TV Wanheimerort. In der Tabelle rangiert das KTTO derweil auf Platz vier. Fürs Aufstiegsfinale am 5. Dezember in heimischer Halle muss es allerdings mindestens Platz zwei werden. Rechnerisch ist dies zwar weiterhin möglich, wobei das KTTO dafür aber auch von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig ist. „Unmöglich ist nichts, aber es ist eher unwahrscheinlich“, blickt Steinkamp voraus.

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Boden: Nusret Becirovic D-Note 2,8/Endwert 11,25/Score 5; Michael Donsbach 3,2/11,55/3; Bram Verhofstad 3,8/12,90/4; Moses Guthke 3,4/11,80/0.
Pferd: Nusret Becirovic 2,6/9,85/0; Bram Verhofstad 2,6/11,10/3; Matthias Steinkamp 2,9/11,40/0; Clemens Deelmann 2,7/11,60/3.
Ringe: Timo Balk 2,4/10,80/3; Jan Hegewald 2,8/10,45/3; Martin Donsbach 2,1/10,10/2; Bram Verhofstad 2,5/11,15/0.
Sprung: Alexander Goßrau 2,8/12,00/4; Moses Guthke 3,6/12,45/0; Michael Donsbach 2,8/11,90/4; Bram Verhofstad 3,6/12,45/5.
Barren: Alexander Goßrau 3,5/11,90/3; Matthias Steinkamp 2,2/11,50/2; Bram Verhofstad 2,6/11,50/0; Nusret Becirovic 2,8/10,50/0.
Reck: Matthias Steinkamp 2,8/10,55/0; Alexander Goßrau 2,7/10,95/0; Bram Verhofstad 3,9/12,95/4; Moses Guthke 2,5/11,20/2.