Der MSV Duisburg garnierte die Meistertorte mit drei Punkten. Vor 24.436 Zuschauerinnen und Zuschauern (darunter 752 Gäste-Fans) in der Schauinsland-Reisen-Arena setzten sich die Zebras, die schon vor der Partie als Titelträger und Drittliga-Aufsteiger feststanden, gegen den Wuppertaler SV mit 3:0 (0:0) durch. Danach stieg die Meisterfeier vor den Fans im eigenen Stadion.

Mehr zum MSV Duisburg

Die MSV-Fans bereiteten ihrer Mannschaft einmal mehr einen tosenden Empfang. Vor dem Anpfiff gab es eine schöne Würdigung für die Zebra-Anhänger. Das MSV-Museum zeichnete die Fans mit der Michael-Bella-Medaille aus. Auf der Anzeigetafel liefen später die emotionalen Szenen aus dem Borussia-Park aus der Vorwoche. Die Fans zeigten dazu eine Choreo, die sich über die Fan-Tribüne und die Gegentribüne erstreckte. „Wir sind die Fans vom MSV. Wir geben alles für Weiß-Blau“, war auf überdimensionalen Transparenten zu lesen.

Die Fans des MSV Duisburg warteten mal wieder mit einer starken Choreo auf.
Die Fans des MSV Duisburg warteten mal wieder mit einer starken Choreo auf.© FUNKE Foto Services | Stefan Rittershaus

MSV-Trainer Dietmar Hirsch veränderte die Startaufstellung gegenüber dem 1:0-Sieg bei Borussia Mönchengladbach II auf zwei Positionen. Im Tor stand Julius Paris. Der Ersatzkeeper, der im Winter vom FC Schalke 04 II zum MSV gewechselt war, feierte sein Pflichtspiel-Debüt für den MSV. „Das hat er sich verdient“, sagte Hirsch im Vorfeld der Partie. Kapitän Alexander Hahn kehrte nach seiner Sperre in die Innenverteidigung zurück. Dafür gehörte der angeschlagene Joshua Bitter nicht dem Kader an.

Von der Stimmung getragen legten die Zebras von Beginn an den Vorwärtsgang ein. Simon Symalla traf in der fünften Minute aus halblinker Position das Außennetz. Eine Minute später setzte Steffen Meuer den Ball aus 18 Metern über das Tor. Jakob Bookjans scheiterte in der zwölften Minute aus kurzer Distanz an WSV-Torwart Ngemba Luyambula. Die Gäste kamen in der 17. Minute zu ihrem ersten Abschluss. Benedikt Wimmer köpfte in Anschluss an einen Eckball über das Tor.

Patrick Sussek setzte Can Coskun in der 26. Minute von links stark in Szene, der Außenverteidiger traf aus 13 Metern über das Tor. Zwei Minuten später verfehlte Thilo Töpken nach einem Sussek-Zuspiel den Ball aus kurzer Distanz. In der 28. Minute spielte Symalla von rechts den Ball flach ins Zentrum, Töpken rutschte erneut an der Kugel vorbei. In der 35. Minute setzte sich Sussek im Strafraum durch, sein Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht. Drei Minuten später stand Thilo Töpken wieder im Brennpunkt. Der Stürmer setzte die Kugel per Dropkick neben den Kasten. In der 45. Minute landete eine langgezogene Flanke von Can Coskun auf dem Tornetz.

MSV-Kapitän Alexander Hahn schied zur Pause verletzt aus.
MSV-Kapitän Alexander Hahn schied zur Pause verletzt aus.© FUNKE Foto Services | Stefan Rittershaus

Zur zweiten Halbzeit brachte MSV-Trainer Dietmar Hirsch Moritz Montag für den angeschlagenen Alexander Hahn und Jonas Michelbrink für Thilo Töpken. Für Hahn rückte Mert Göckan in die Innenverteidigung. Im Sturm waren nun Steffen Meuer und Jakob Bookjans am Ball. Wuppertal kam etwas mutiger aus der Kabine. Subaru Nishimura verfehlte mit einem Schlenzer das Tor nur knapp (48.). Auf der Gegenseite konnte WSV-Keeper Ngemba Luyambula den Ball bei einem 25-Meter-Schuss von Florian Egerer nicht festhalten, die Wuppertaler bereinigten aber die Situation.

MSV Duisburg: Patrick Sussek bricht den Bann

In der 56. Minute erzielte der MSV die hochverdiente Führung. Jakob Bookjans passte auf Patrick Sussek, der aus acht Metern zum 1:0 traf. Schon eine Minute später hätte Symalla auf 2:0 erhöhen können, der Youngster scheiterte jedoch am Keeper. In der 60. Minute nahm Hirsch einen weiteren Doppel-Wechsel vor. Max Dittgen und Jannik Zahmel kamen für Patrick Sussek und Simon Symalla.

Auch interessant

In der 62. Minute hätte sich Jakob Bookjans die Ecke aussuchen können, er schoss aber zentral und scheiterte am Torwart. Sechs Minuten später machte er es besser. Nach einem langen Pass spielte er den Wuppertaler Torwart aus und erhöhte auf 2:0 für den MSV. In der 69. Minute kam Malek Fakhro für Steffen Meuer in die Partie. Bookjans legte für die Zebras nach und traf auf Zuspiel von Jannik Zahmel zum 3:0 (76.). Sechs Minuten später verpasste Malek Fakhro aus kurzer Distanz das 4:0.

In der Schlussphase setzte ein leichter Regen ein. Das trübte allerdings nicht die Partystimmung an der Wedau.

MSV Duisburg – Wuppertaler SV 3:0 (0:0)

MSV Duisburg: Paris – Göckan, Fleckstein, Hahn (46. Montag), Coskun – Egerer, Meuer (69. Fakhro) – Symalla (60. Dittgen), Bookjans, Sussek (60. Zahmel) – Töpken (46. Michelbrink).

Wuppertaler SV: Luyambula – Müller, Gembalies, Wimmer, Nishimura – Hagemann (71. Terrazino), Joep Munsters (60. Qashi), Grym – Saric (71. Niek Munsters) – Atmaca (77. Bielitza), Bornemann (46. Cejas).

Tore: 1:0 Sussek (56.), 2:0, 3:0 Bookjans (68, 76.).
Schiedsrichter: Ulankiewicz (Oberhausen).
Zuschauer: 24.436.
So geht‘s weiter: Sportfreunde Lotte – MSV Duisburg (Samstag, 17. Mai, 14 Uhr, Sportpark am Lotter Kreuz).

Am kommenden Wochenende hat der MSV aufgrund des Rückzuges des KFC Uerdingen spielfrei. Weiter geht es mit dem letzten Liga-Spiel bei den Sportfreunde Lotte (Samstag, 17. Mai, 14 Uhr).