Es hat nicht sollen sein! Die Fußballer des MSV Duisburg reisen am Sonntag nicht als Double-Gewinner nach Mallorca. Der Regionalliga-Meister verlor am Samstag das Finale um den Niederrhein-Pokal gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen in der mit 27.719 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauften Schauinsland-Reisen-Arena mit 1:2 (1:1). Damit verpassten die Zebras auch die Qualifikation für den DFB-Pokal. Überschattet wurde das Spiel durch einen medizinischen Notfall. Aus diesem Grund fiel die Siegerehrung auf dem Platz aus.
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Festtagsstimmung an der Wedau, Fans beider Lager sorgten vor dem Anpfiff für eine elektrisierende Atmosphäre. Die Duisburger Anhänger bereiteten ihrer Mannschaft mit einer Choreo, die sich über die gesamte Fan-Tribüne erstreckte, einen würdigen Empfang. Auf den Rängen ging es friedlich zu.
MSV-Trainer Dietmar Hirsch nahm im Vergleich zum letzten Regionalliga-Spiel bei den Sportfreunden Lotte (4:0) eine Änderung in der Startelf vor. Mert Göckan saß auf der Bank, Dustin Willms rückte dafür ins Team. Willms nahm die Position in der Sturmspitze ein. Steffen Meuer spielte im Mittelfeld bei Florian Egerer, interpretierte seine Rolle dabei sehr offensiv.
MSV Duisburg – Rot-Weiss Essen 1:2 (1:1)
MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun – Egerer (70. Michelbrink), Meuer (65. Tugbenyo) – Dittgen (58. Symalla), Bookjans (70. Töpken), Sussek – Willms (58. Fakhro).
Rot-Weiss Essen: Wienand – Rios Alonso, Schultz, Kraulich – Eitschberger, Moustier, Gjasula, Brumme (65. Voufack) – Arslan (88. Kaiser), Müsel (72. Mizuta) – Safi (82. Martinovic).
Tore: 1:0 Meuer (18.), 1:1 Gjasula (45./+1), 1:2 Safi (52.).
Gelbe Karten: Willms, Bitter, Fleckstein, Fakhro – Gjasula, Voufack, Eitschberger, Schultz.
Schiedsrichter: Ulankiewicz (Oberhausen).
Zuschauer: 27.719 (ausverkauft).
Drittligist RWE bemühte sich von Beginn an um Dominanz und verbuchte auch die erste Chance. MSV-Keeper Max Braune wehrte in der sechsten Minute den Schuss von Tom Moustier mit den Fingerspitzen zur Ecke ab. Drei Minuten später setzten die Zebras ein erstes Ausrufezeichen. Patrick Sussek setzte sich von der linken Seite im Strafraum durch, fand beim Pass ins Zentrum keinen Abnehmer. Wenig später wurde es leise in der Arena. Ein medizinischer Notfall ließ viele Fans verstummen.

In der 18. Minute jubelten die MSV-Anhänger trotzdem. Der MSV in ging in Führung. Florian Egerer hielt aus 26 Metern drauf, Steffen Meuer lenkte den Ball per Kopf gegen die Laufrichtung von Torhüter Felix Wienand zum 1:0 für den MSV ins Netz. Die Essener brauchten Zeit, um sich zu sammeln. Ramien Safi kam in der 27. Minute zum Abschluss, setzte den Ball aber deutlich über das Tor.

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Danach brauste länger anhaltender Applaus auf: Die Person, die auf der Tribüne behandelt worden war, wurde aus dem Block gebracht. Trotzdem blieben die MSV-Fans weiter weitgehend ruhig. Offenbar gab es noch keine Entwarnung. In der Halbzeitpause teilte Stadion-Sprecher Stefan Leiwen später mit, dass ein Krankenwagen den Fan in eine Klinik gebracht habe.
MSV kassiert Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit
In der 34. Minute wurde es in Anschluss an eine Ecke brenzlig für die Zebras. José-Enrique Ríos Alonso schoss per Direktannahme aus fünf Metern aber über das Tor. Vier Minuten später hatten die Meidericher ihren nächsten Moment. Von Steffen Meuer stark in Szene gesetzt, traf Max Dittgen aus halbrechter Position das Außennetz. Auf der Gegenseite scheiterte Torben Müsel mit einem Distanzschuss an MSV-Keeper Max Braune.
In der ersten Minute der Nachspielzeit musste Braune dann aber doch hinter sich greifen und machte dabei keine gute Figur. Nach einem Eckstoß köpfte Klaus Gjasula, der in der Saison 2012/13 für die U 23 der Zebras gekickt hatte, aus kurzer Distanz zum 1:1 ein.

Zum zweiten Durchgang kam beide Mannschaften unverändert aus der Kabine. RWE gab den Ton an und kam in der 52. Minute zum Ausgleich. Ramien Safi setzte sich mit einem Kopfball gegen die MSV-Defensive durch . Eine Minute später bemühte sich Patrick Sussek um eine schnelle Antwort. Er scheiterte aus 13 Metern aber an RWE-Keeper Felix Wienand. In der 58. Minute wechselte MSV-Trainer Dietmar Hirsch doppelt. Für Dustin Willms und Max Dittgen kamen Malek Fakhro und Simon Symalla. In der 65. Minute kam Jesse Tugbenyo für Steffen Meuer in die Partie. Und in der 70. Minuten legte Hirsch die letzten beiden Trumpfkaten auf den Tisch. Jonas Michelbrink und Thilo Töpken kamen für Florian Egerer und Jakob Bookjans.
In der 77. Minute hatte Joshua Bitter den Ausgleich auf dem Kopf, setzte die Kugel nach einem Sussek-Freistoß aber neben den Kasten. Eine Minute später verpasste Malek Fakhro den Ball per Kopf nur hauchdünn. In der 83. Minute verpasste RWE die Vorewntscheidung. Erst parierte Max Braune gegen Michael Schultz klar, im zweiten Versuch knallte der Essener den Ball weit über das Tor.
Kurz vor dem Abpfiff waren Spieler und Verantwortliche beider Teams in ein Handgemenge verwickelt. Es blieb ohne Folgen.




