Ein MSV-Wahnsinn der unangenehmen Art! Fußball-Drittligist MSV Duisburg verlor am Samstag das Spitzenspiel beim FC Energie Cottbus mit 2:3 (0:1). Die Zebras schienen nach einem 0:2-Rückstand mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Doch der Ausgleichstreffer von Max Dittgen in der 90. Minute reichte nicht zum Punktgewinn. In der fünften Minute der Nachspielzeit trafen die Lausitzer zum Sieg.
Auch interessant
MSV-Trainer Dietmar Hirsch veränderte seine Startaufstellung im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Alemannia Aachen nur auf einer Position. Für den gesperrten Rechtsverteidiger Joshua Bitter kam Mert Göckan in der Abwehrkette zum Einsatz. Damit setzte der Coach erneut auf Steffen Meuer als Sturmspitze. Meuer feierte am Samstag seinen 26. Geburtstag. Hirsch wollte seine Aufstellung natürlich nicht als Geschenk verstanden wissen. Die Stürmer Florian Krüger und Andy Visser gehörte nicht dem Kader an. Auf der Bank saßen der Ex-Cottbuser Tim Heike und Thilo Töpken.
Beim FC Energie Cottbus stand Lukas Michelbrink in der Startelf. Der 20-Jährige ist der Bruder von Ex-MSV-Spieler Jonas Michelbrink, der Ende August zum Regionalligisten Fortuna Köln gewechselt war.
Vor dem Spiel erklang die „Märkische Heide“ im Stadion der Freundschaft. Vor dem Einlaufen der Teams dröhnten die „Hells Bells“ durch die Arena. Die Energie-Fans präsentierten eine Choreo mit der Stadtmauer und dem Spremberger Turm. Die 1000 MSV-Fans machten ihrerseits Stimmung im Gästeblock.

Die Gastgeber machten von Beginn an Druck. Die erste Chance verbuchte Tolcay Cigerci in der sechsten Minute. MSV-Keeper Max Braune klärte den 14-Meter-Schuss zur Ecke. In der elften Minute musste Braune aber hinter sich greifen. Tobias Fleckstein verlor den Ball im Mittelfeld an Merveille Biankadi, der Erik Engelhardt in Szene setzte. Der FCE-Stürmer traf aus halblinker Position zur Cottbuser 1:0-Führung.
Cottbus kam in dieser Phase immer wieder über linke Seite. Abwehrspieler Mert Göckan und Offensivmann Conor Noß hatten Probleme, die Flanke dicht zu bekommen. Zudem fanden die Meidericher kein Mittel, um nachhaltige Offensivaktionen auf die Platte zu bringen. In der 23. Minute setzte Axel Borgmann den Ball aus 15 Metern, erneut aus halblinker Position knapp über die Latte. Zwei Minuten später kam immerhin Mert Göckan mal zum Abschluss. Sein Schuss war aber zu halbherzig.

Wöchentlich
MSV Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Spielberichte, Transfergerüchte, Analysen, Interviews: Das Wichtigste zum MSV.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
In der 33.Minute setzte sich wieder Merveille Biankadi durch, scheiterte aber an Keeper Max Braune. In der 43. Minute kam Christian Viet nach einem Schlag von Lukas Michelbrink gegen den Knöchel im Strafraum zu Fall. Cottbus hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn Schiedsrichter Tom Bauer auf den Elfmeterpunkt gezeigt hätte.

Zur zweiten Halbzeit brachte Dietmar Hirsch Stürmer Thilo Töpken für den wirkungslosen Steffen Meuer. Nach 102 Sekunden geriet der MSV aber schon noch kräftiger in Schieflage. Tobias Fleckstein konnte den Ball nach einer langen Flanke nicht kontrollieren, und Merveille Biankadi konnte ungehindert auf das Duisburger Tor zulaufen. Der 30-Jährige vollendete eiskalt zum 2:0.
Thilo Töpken verpasste den schnellen Anschluss. In der 50. Minute scheiterte als spitzem Winkel an Torwart Marius Funk. In der 57. Minute kam Cottbus wieder mit Biankadi. Max Braune war beim Konter mit einer Fußabwehr zur Stelle. Vier Minuten später scheiterte Thilo Töpken erneut, sein Schuss im Strafraum wurde abgeblockt. In der 63. Minute brachte Hirsch Niklas Jessen für Mert Göckan. Fünf Minuten später kam Tim Heike an seiner alten Wirkungsstätte für Leon Müller in die Partie. Der Stürmer sollte zusätzliche Impulse auf den Platz bringen.
Conor Noß sorgte in der 72. Minute mit einem Distanzschuss über das Tor für Gefahr. Vier Minuten später setzte der Ire die Kugel aus zehn Metern knapp neben den Kasten. Hirsch nahm zwei finale Wechsel vor: Jesse Tugbenyo und Max Dittgen kamen für Christian Viet und Patrick Sussek. In der 80. Minute keimte dann neue Hoffnung auf. Der Cotbuser setzte den Ball nach einer Fleckstein-Flanke zum Duisburger 1:2 ins eigene Netz.
In der 90. Minute schien aus Duisburger Sicht alles gerettet: Nach einer Flanke von Niklas Jessen traf Max Dittgen per Direktannahme zum 2:2. Die 1000 MSV-Fans waren aus dem Häuschen. Der MSV konnte den Punkte aber nicht verschnüren. In der fünften Minute der Nachspielzeit traf Tolcay Cigerci zum 3:2.
FC Energie Cottbus – MSV Duisburg 3:2 (1:0)
FC Energie Cottbus: Funk – Straudi, Campulka, Pelivan, Guwara (83. Duah) – Borgmann, Michelbrink, Cigerci – Hannemann (67. Butler/88. Tattermusch), Engelhardt (67. Thiele), Biankadi (83. Lucoqqui)
MSV Duisburg: Braune – Göckan (62. Jessen), Fleckstein, Hahn, Coskun – Müller (68. Heike), Bulic – Noß, Viet (78. Tugbenyo), Sussek (78. Dittgen) – Meuer (46. Töpken).
Tore: 1:0 Engelhardt (11.), 2:0 Biankadi (47.), 2:1 Straudi (80./Eigentor), 2:2 Dittgen (90.), 3:2 Cigerci (90./+5).
Gelbe Karten: Butler – Noß, Fleckstein, Coskun.
Schiedsrichter: Bauer (Mainz).
Zuschauer: 13.144.
So geht‘s weiter: MSV Duisburg – FC Erzgebirge Aue (Samstag, 13. Dezember, 14 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).
Weiter geht es für den MSV Duisburg am Samstag, 13. Dezember, mit dem letzten Heimspiel des Jahres gegen den FC Erzgebirge Aue (14 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).





