Die Fußballer des MSV Duisburg starten am Dienstag in die wichtigste Trainingswoche der letzten Jahre. So viel hing schon lange nicht mehr von einem einzigen Match ab. Am Samstag treffen die Zebras um 13.30 Uhr in der Schauinslandreisen-Arena am letzten Spieltag der 3. Fußball-Liga auf den FC Viktoria Köln. Es ist ein klassisches Herzschlagfinale. Die Zebras können noch auf Platz zwei und damit auf den direkten Aufstiegsrang klettern. Variante zwei: Der MSV bleibt Dritter und zieht in die Relegation ein. Oder die schlechteste Option: Der MSV rutscht noch auf Platz vier oder fünf ab und steht am Ende mit leeren Händen da.
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In den letzten Jahren waren die Entscheidungen bereits vor dem letzten Spieltag gefallen. In der Regionalliga standen in der vergangenen Saison die Zeichen schon früh auf Wiederaufstieg. Am Ende machten die Zebras ihr Meisterstück am drittletzten Spieltag beim 1:0-Sieg beim emotionalen Auftritt im Borussia-Park bei Borussia Mönchengladbach II. Im Jahr zuvor endete das Grauen, also der Abstiegskampf der Meidericher, ebenfalls am drittletzten Spieltag, an dem die Zebras 3:5 beim VfB Lübeck verloren. Amtlich war der Abstieg erst zwei Tage später nach dem 1:1 des SV Waldhof Mannheim beim FC Ingolstadt 04.
Der Schmerz des Abstieges vor zwei Jahren ist längst abgeklungen, der MSV Duisburg schwimmt seit dem Sommer 2024 auf einer Euphoriewelle. Mit dem Saisonfinale gegen Viktoria Köln, auf das ja noch die Relegation als Zugabe folgen kann, steht nun ein weiterer Höhepunkt an. „Wir gehen positiv in diese Woche hinein“, sagt MSV-Marketingchef Christian Koke. Das Ticket-Heimkontingent ist längst vergriffen. In der vergangenen Woche hatte der MSV, nachdem die Behörden grünes Licht gegeben hatten, noch 1400 zusätzliche Tickets aus dem ursprünglichen Gästebereich verkauft. Diese Karten waren innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Auch Viktoria Köln kam dem MSV hier entgegen. Die Gäste-Anhänger begnügen sich am Samstag mit dem Stehplatzblock. Der MSV weist darauf hin, dass Zebra-Fans keinen Zugang zu diesem Bereich haben. Am Samstag werden wieder über 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Arena sein. Aktuell liegt der Schnitt bei 22.538 Besuchern.
Wir gehen positiv in diese Woche hinein.
Christian Koke, MSV-Marketingchef
Große Geheimnisse gibt es in dieser Woche offenbar keine mehr. Die Trainingseinheiten an der Westender Straße sind öffentlich. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bittet Coach Dietmar Hirsch jeweils um 11 Uhr zum Training. Die Abschlusseinheit am Freitag steigt um 14 Uhr.
Am Sonntag kassierte Viktoria Köln eine 0:3-Heimniederlage gegen Alemannia Aachen. Die Kaiserstädter zeigten den Duisburger Scouts, wie es geht. Schon in der achten Minute durchschlug die Alemannia den Knoten und ging mit 1:0 in Führung. Schon zur Pause stand es 3:0, die Partie war früh entschieden. So ein Szenario hatte sich der MSV schon in Aue gewünscht, die Zebras drängten aber vergeblich auf einen Torerfolg. Gegen Köln muss es am Samstag nun besser laufen, wenn die Meidericher zumindest den Relegationsplatz sichern wollen.
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Mannschaftskapitän Alexander Hahn hakte die Nullnummer in Aue schnell ab und sagte: „Weiter geht‘s. Es bleibt spannend bis zum Schluss.“ Der 33-Jährige hat die Chance, zum vierten Mal in Folge aufzusteigen. Mit dem SC Preußen Münster stieg Hahn 2022 in die 3. Liga und ein Jahr später direkt in die 2. Bundesliga auf. Nach seinem Wechsel zum MSV feierte er mit den Zebras den Aufstieg in die 3. Liga. Nun kann Hahn seinen vierten Streich landen.

Der Abwehrspieler stand am Freitag zum ersten Mal seit dem 14. März (der MSV verlor 1:5 bei Hansa Rostock) in der Startaufstellung der Meidericher. In der Woche zuvor war er beim 2:1-Sieg gegen Energie Cottbus zur zweiten Halbzeit als Einwechselspieler ins Team gekommen. „Es war eine harte Zeit. Ich hatte gedacht, dass es schneller geht“, blickt Hahn auf seine Verletzungspause zurück. Hahn: „Der Schlag auf die Wade hat mich dann doch länger zurückgeworfen.“ In Aue kam der Routinier für den gesperrten Tobias Fleckstein in die Mannschaft. Die Besetzung der Abwehrreihe ist eine der kniffligen Aufgaben, die Trainer Dietmar Hirsch in dieser Woche lösen muss.



