Es dauerte ein paar Minuten, dann stimmten die Fans des MSV Duisburg aber doch noch ihre Gesänge an. Die Spieler des Fußball-Drittligisten standen vor der Fantribüne. Es fiel ihnen schwer, das Drama zu realisieren. Die Zebras haben mit dem 1:1 (0:0) gegen den FC Viktoria Köln den Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielt. Der FC Energie Cottbus löste am Samstag durch den 1:0-Sieg beim SSV Jahn Regensburg das direkte Ticket für die 2. Liga. Rot-Weiss Essen spielt nach dem 3:2-Erfolg beim SSV Ulm 1846 in der Relegation. Das alles zu verarbeiten, fiel den Verantwortlichen nach der Partie nicht nur schwer, es war nahezu unmöglich.

MSV Duisburg - Viktoria Köln
MSV-Torwarttrainer Sven Beuckert (rechts) tröstete Keeper Max Braune.© Christoph Reichwein/dpa | Christoph Reichwein

Auch trotz des 1:1 steuerten die Zebras lange auf Relegationskurs. Der SSV Ulm 1846 mit Ex-Zebra-Trainer Pavel Dotchev leistete lange Schützenhilfe. Zwar brachte Torben Müsel RWE im Donaustadion schon in der zweiten Minute in Führung, doch die Spatzen kamen zurück. Lucas Röser glich in der 29. Minute per Elfmeter zum 1:1 aus. Sechs Minuten später brachte Dennis Chessa die Ulmer in Führung. In der 40. Minute glich Torben Müsel zum 2:2 aus.

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Die Zebras gerieten in Duisburg zunächst in Rückstand, ehe Joshua Bitter egalisierte. Der MSV drängte auf einen zweiten Treffer, war aber so lange im Relegationsgeschäft, so lange das Remis in Ulm stand. In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf Ben Hüning für RWE zum Sieg. Der 21 Jahre alte gebürtige Dinslakener spielte von 2013 bis 2022 in der Jugend des MSV Duisburg. Nahezu zeitgleich vergab Rasim Bulic in Duisburg die große Chance zum Siegtreffer. Hünings Ball lag in Ulm im Tor, Bulic traf in Duisburg nur den Pfosten.

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Die Chancen, im Fernduell an Energie Cottbus vorbeizuziehen und damit noch den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen, hatten sich am Samstag schnell minimiert. Cottbus hätte in Regensburg verlieren und der MSV an der Wedau siegen müssen. Alternativ hätten die Meidericher bei einem Cottbuser Remis hoch gewinnen müssen. Jannis Boziaris erzielte das Tor des Tages schon nach 28 Minuten. Die Lausitzer brachten das Spiel über die Runden. In der Nachspielzeit parierte Energie-Torwart Marius Funk noch einen Elfmeter des Regensburgers Florian Dietz.

MSV sichert DFB-Pokal-Teilnahme

Der MSV schließt die Saison auf Platz vier ab. Damit sicherten sich die Zebras über die Liga das Ticket für den DFB-Pokal. Somit hatten zumindest die Oberliga-Fußballer des SC St. Tönis am Samstag etwas zu feiern. Als Finalgegner des MSV sind sie nun auch schon für den Pokalwettbewerb qualifiziert. Das Finale um den Niederrheinpokal zwischen dem MSV und dem SC St. Tönis steigt am Samstag, 23. Mai, um 15.30 Uhr in der Schauinslandreisen-Arena.