Isabel Hochstein traf den richtigen Ton. Die Fußballerin des MSV Duisburg stimmte am Sonntag beim Stadtfest auf der Bühne den Song an, der seit Monaten der ultimative Ohrwurm für Zebra-Fans ist: „Wenn ich nachts schlafen geh, träum ich von den Zebras im Europacup.“ Das kam beim Publikum bestens an, ebenso der Auftritt der MSV-Teams. Sowohl die Männer als auch die Frauen des Spielvereins waren in Mannschaftsstärke angetreten. Was nicht überrascht: Beide Teams machten deutlich, dass sie am Ende der Saison feiern wollen. Die Männer nehmen einen neuen Anlauf Richtung 2. Bundesliga. Und die Frauen, gerade in die Regionalliga aufgestiegen, wollen die neue 3. Liga erreichen.
Mehr zum MSV Duisburg
- Derbysieger! Frauen des MSV Duisburg klettern auf Platz zwei hinter dem BVB
- U19: MSV Duisburg besiegt Schalke – A-Liga in Reichweite
- Remis gegen Viktoria: Zweikämpfer Joshua Bitter ist der MSV-Spieler des Spiels
- News zum MSV Duisburg auf Instagram
- MSV-News bei WhatsApp
MSV-Geschäftsführer Michael Preetz verdiente sich schnell Applaus. Er blickte auf eine gute Saison zurück und versprach: „Wir greifen in der neuen Saison wieder an. Das ist völlig klar.“ Der Ex-Nationalspieler würdigte den „Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans“.

Auch der neue Torwart des Drittligisten traf den richtigen Ton. Toni Stahl – von Moderator Stefan Leiwen gefeiert, weil sein Name perfekt in die Stahl-Stadt Duisburg passe – berichtete, dass er beim Mannschaftsabend in den Niederlanden „Marmor, Stein und Eisen bricht“ intoniert habe. Der Keeper zierte sich am Sonntag zunächst, stimmte dann aber mit ein, nachdem das Publikum den Klassiker angestimmt hatte.
Es war ein harter Abend.
Fabian Schwarze, EVD-Co-Trainer
Rasim Bulic traf wie gewohnt den leisen Ton, der aber durchschlagende Wirkung hat. Bülent Aksen, der nach 15 Jahren seinen Abschied als Moderator beim Stadtfest gab, hatte in der letzten Saison beobachtet, dass der Abräumer auf dem Platz abseits des direkten Spielgeschehens mit einigen Schubsern und sogar mit Ohrfeigen unterwegs gewesen sei, ohne dafür eine Karte erhalten zu haben. Aksen: „Also geht doch was.“ Rasim Bulic antwortete trocken: „Ja, man kann das schon machen.“ Der 25-Jährige bekräftigte, dass er seine Spielweise in der neuen Saison nicht ändern werde: „Es geht genauso weiter und vielleicht sogar ein bisschen mehr.“ Michael Preetz überreichte Aksen ein signiertes MSV-Trikot mit der Rückennummer 15 als Abschiedsgeschenk.
Auch interessant
Auch von den MSV-Frauen gab es eine Kampfansage. „Wir werden die Regionalliga rocken“, versprach Tarek Ruhman. Der Trainer und Abteilungsleiter sieht die Frauen nach dem Absturz aus dem Profifußball auf dem richtigen Weg: „Wir werden wieder wahrgenommen.“ Nun geht es künftig unter anderem gegen Borussia Dortmund und Schalke 04. Isabel Hochstein: „Darauf freuen wir uns.

Nur in kleiner Formation war der EV Duisburg am Start. Die Füchse waren platt. Am Vorabend hatten es die Eishockey-Cracks bei Olaf Henning krachen lassen. Co-Trainer Fabian Schwarze: „Es war ein harter Abend.“ Aber: Maskottchen „Manni“ war da und präsentierte das neue Heimtrikot. Und für die Fans gab es weitere News: Die Füchse wollen noch zwei Stürmer verpflichten.



