In der 3. Liga konnte der SC Verl den Spitzenreiter Energie Cottbus nach dem 3:1 gegen Hoffenheim II für eine Nacht von der Spitze verdrängen. Am Sonntag hatten die Lausitzer die Chance, sich den Platz an der Sonne zurückzuholen.

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Dafür wäre schon ein Zähler im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim ausreichend gewesen. Nach 90 Minuten gab es den einen Punkt, denn Cottbus brachte eine Führung gegen Mannheim beim 1:1 (1:0) nicht ins Ziel. So konnte Aufstiegsrivale Rot-Weiss Essen, Fünfter der Tabelle, mit dem 3:2-Sieg gegen Jahn Regensburg zwei Zähler auf den Spitzenreiter gutmachen.
Cigerci vergibt Top-Chance
Das Spiel nahm schnell Fahrt auf. Zunächst traf Mannheim das Außennetz, dann schlug Cottbus zu. Henry Rorig nahm Mannheims Samuel Abifade im Aufbau den Ball ab und schloss dann selber ins kurze Eck ab. Es entwickelte sich eine komplett offene Partie. Erst vergab Mannheim den Ausgleich, dann musste Cottbus nachlegen. Doch erst scheiterte Tolcay Cigerci freistehend aus fünf Metern am überragend reagierenden Thijmen Nijhuis, dann blockte ein Verteidiger Rorigs Nachschuss auf der Linie.
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Es blieb bis zur Pause beim 1:0. Nach dem Wechsel hatte Cottbus die große Chance auf das 2:0. Doch Cigerci vergab mit seinem schlechten Zuspiel eine gute Situation, in der drei Cottbus-Akteure auf einen Mannheimer zuliefen.
Mannheim verdient sich Unentschieden
Mannheim blieb somit in der Partie und nutzte das aus. Nach 64 Minuten war es Sanoussy Ba, der für die Gäste mit einem Schuss aus 35 Metern zum Ausgleich treffen konnte.
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Mannheim wollte jetzt mehr, doch Masca scheiterte am Pfosten, Energie-Keeper Marius Funk war sogar noch dran an dem Ball. Es war die letzte Szene der Gäste. Da auch Cottbus seine Chance nicht nutzen konnte, blieb es beim 1:1 – das sich Mannheim am Ende verdiente.
Aufregung um Wollitz – dann milde Töne
In der Nachspielzeit hatte Cottbus noch zwei große Chancen auf den Sieg. Unklar blieb, ob der letzte Schuss von Tolcay Cigercy hinter der Linie war. Der Schiedsrichter gab keinen Treffer, weshalb es nach dem Schlusspfiff zu kleineren Rangeleien kam. Wollitz war dabei aus Versehen auf den Schuh von Waldhofs Sportlichen Leiter Gerhard Zuber getreten, weshalb dieser den Halt verloren hatte. Schnell hatte sich die Aufregung aber gelegt.

Anschließend nahm Wollitz die Schiedsrichter in Schutz, die durch den VAR sehr verunsichert seien. Auch wenn es in der 3. Liga keinen Videobeweis gäbe, spüre man trotzdem die Verunsicherung der Referees, sagte der Trainer. „Sie dafür verantwortlich zu machen, wo wir vorher die Möglichkeiten hatten, das Spiel zuzumachen, würde nur ablenken von der einen oder anderen Spielsituation“, gab der Energie-Coach milde Töne von sich.
Torklau in Cottbus? Das meint Babak Rafati
Auch am Tag danach beschäftigte der mögliche, in jedem Fall nicht gegebene Treffer die Drittliga-Community. Schiedsrichter-Experte Babak Rafati tendierte in seiner Analyse bei „Liga3-online.de“ zu Tor. Seine Begründung: „Zum einen ist auf dem vorliegenden Standbild das rechte Knie des Mannheimer Spielers Thalhammer fast auf Höhe des Balles. Wenn man sich zum anderen an dem Tornetz orientiert und sich visuell hocharbeitet, scheint der Ball hinter der Torlinie zu sein. Demnach ist der Ball tendenziell eher hinter der Torlinie.“
Der Linienrichter habe im Abschlussmoment keine optimale Position gehabt. „Für den Assistenten wäre es besser gewesen, wenn er genau auf der Torlinie gestanden hätte, denn dann wäre es einfacher gewesen, eine mögliche Torerzielung zu erkennen“, schrieb Rafati.







