Jubiläumskonzert

Ambulanter Hospizdienst Rees feiert 25-Jähriges mit Konzert

Andrea Bendfeld (von links), Gerda Doppstadt und Marlies Rulofs werben für das Jubiläumskonzert des Ambulanten Hospizdienstes Rees am 17. November.

Andrea Bendfeld (von links), Gerda Doppstadt und Marlies Rulofs werben für das Jubiläumskonzert des Ambulanten Hospizdienstes Rees am 17. November.

Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Rees.  Der Ambulante Hospizdienst Rees feiert das 25-jähriges Bestehen mit dem Jubiläumskonzert im Bürgerhaus. Dabei macht er auf die Arbeit aufmerksam.

Seit 25 Jahren gibt es bereits den Ambulanten Hospizdienst in Rees. Vielfach unbemerkt von der Öffentlichkeit arbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Doch ihre Hilfe wird zunehmend in Anspruch genommen. Das Jubiläum nehmen Andrea Bendfeld, Gerda Doppstadt und Marlies Rulofs vom Vorstand zum Anlass, nicht nur auf ihre Arbeit hinzuweisen, sondern mit einem Konzert dem Festjahr einen krönenden Höhepunkt zu verleihen.

Waren es vor drei, vier Jahren etwa 20 abgeschlossene Begleitungen im Jahr, sind es bereits Anfang November 2019 45 Patienten. Sie besuchen Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörigen zu Hause. „Wir stellen immer wieder fest, wie notwendig die Unterstützung bei pflegenden Angehörigen ist und wie dankbar sie sind, dass sie unsere Hilfe in Anspruch nehmen können“, weiß Hospizkoordinatorin Andrea Bendfeld. Denn inzwischen ist es sogar schwierig geworden, einen Pflegedienst für die rundum Versorgung zu bekommen.

Oftmals auch in Altenheimen im Einsatz

Was ebenfalls neu ist: Immer öfter wird der ambulante Hospizdienst in die Altenheime gerufen. „Tatsächlich hat hier die Anzahl der schwerst Krebskranken rapide zugenommen.“ Neu ist, dass auch Altenheimbewohner die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, die hier von der Caritas geleistet wird, in Anspruch nehmen dürfen. Was heißt: Sie beziehungsweise ihre Pflegepersonen können 24 Stunden einen Palliativarzt erreichen. Zudem wird bei ihnen mit Aufnahme der Palliativpflege ein Bedarfsplan festgeschrieben, in dem in die Zukunft schauend Medikationen, die bei Verschlechterung zu verordnen sind, vorgehalten werden. Das erleichtert auch den ehrenamtlichen Hospizmitarbeitern die Arbeit. Folgen Sie der NRZ Emmerich auf Facebook

Zwischen 45 und 50 Hospizler sind abrufbar. Meist sind es Personen, die mit dem Hospizdienst in Kontakt gekommen sind und die ebenfalls ihr Engagement anbieten möchten. Am Samstag schließen elf neue Mitarbeiter ihren Kurs ab. Hospitiert haben sie sowohl beim Palliativnetz der Caritas als auch in Altenheimen. Wer in welche Familie oder zu welchem Patienten passt, das wird im Vorfeld eruiert.

Der Hospizdienst arbeitet kostenlos

„Wir arbeiten konfessionsübergreifend“, betont Gerda Doppstadt. „Und viele Leute können gar nicht glauben, dass sie unsere Hilfe kostenlos in Anspruch nehmen können.“ Ohne den gewohnten Wust an Bürokratie, den viele oftmals scheuen und lieber auf Hilfe verzichten. Ein weiteres Problem: Dadurch, dass die Patienten ein hohes Alter erreichen, sind die Angehörigen oft selbst über 70 Jahre alt und können bestimmte pflegerische Dinge nicht mehr leisten. „Da hilft es sehr, dass jemand Zeit hat, sich ihre Sorgen anzuhören“, weiß Marlies Rulofs.

Für die Reeser Hospizgruppe macht sich bezahlt, dass sie gut vernetzt ist und sich in der Fort- und Weiterbildung mit benachbarten Gruppen untereinander austauschen kann.

Das Konzert wird am 17. November veranstaltet

Um allen Mitstreitern zu danken und über die Arbeit zu berichten, wird das Jubiläumskonzert am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr im Reeser Bürgerhaus veranstaltet. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Tim Terhorst wird das Konzert moderieren. Es treten auf Intakt, der Buena Ressa Chor, Bestage und Reesonanz. Einlass ist ab 16 Uhr.

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