• Kaplan Josephat Obodo hat in seiner Heimat ein Schulprojekt auf die Beine gestellt
  • Viel Unterstützung dafür kommt aus Isselburg – finanziell und materiell
  • Bereits jetzt gibt es 50 Bürger aus Isselburg und Umgebung, die ein Patenkind haben

Über 6000 Kilometer trennen die beiden Gemeinden. Und dennoch sind sie mittlerweile eng miteinander verbunden. Denn die Weite zwischen Isselburg und Uboji wird vor allem durch Nächstenliebe überbrückt – und zwar dank Josephat Obodo. Seit über vier Jahren ist dieser als Kaplan in St. Franziskus tätigt. Hier hat der Geistliche zahlreiche Mitstreiter für das von ihm initiierte Schul-Projekt in seiner Heimat gefunden.

Schon viel geschafft

In der Canaan-Schule
In der Canaan-Schule© Josephat

50 Patenschaften haben Menschen aus Isselburg und Umgebung für die oft verwaisten Kinder seiner Schule übernommen. „Und es dürfen gern noch weitere hinzukommen“, sagt der Mann aus Nigeria. Denn bei seinem letzten vierwöchigen Aufenthalt in der Heimat hat er wieder sehen dürfen, „wie stolz die Kinder auf ihre Paten aus Deutschland sind“.

Einmal im Jahr reist Kaplan Josephat Obodo nach Uboji. Erst jetzt ist er wieder nach einem vierwöchigen Aufenthalt zurück in Isselburg, Es hat sich viel getan vorort. „Und das auch Dank der finanziellen und materiellen Unterstützung aus Deutschland“, so der Kaplan. Vier Klassenräume in der Schulen seien bereits fertiggestellt. Mindestens zwei weitere sollen noch für die knapp 130 Kinder geschaffen werden. „Zudem wäre auch ein zusätzlicher Raum für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen gut“, blickt der Kaplan in die Zukunft. Die Lehrerinnen haben zudem nun einen Computer bekommen. Der Laptop soll ihre Arbeit erleichtern.

Freude über neue Spielgeräte

„Doch erstmal muss auch jemand ihnen erklären, wie die Technik genau funktioniert“, sagt Kaplan Josephat Obodo. Über neue Spielgeräte dürfen sich zudem die Kinder freuen. Für jeden Schüler hatte der Kaplan auch ein kleines Geschenk dabei, etwas zum Schreiben oder Süßigkeiten. „Alle haben sich sehr gefreut“, sagt Obodo. Und nicht nur darüber. Auch über die Geschenke der Paten aus Isselburg war die Freude groß. Den Kaplan selbst hat sehr gefreut, dass zwölf Schüler die Schule abgeschlossen haben und feierlich verabschiedet worden sind.

Kaplan Josephat hat den Lehrern seines Schulprojektes Scheibwaren aus Deutschland mitgebracht. Und vorort einen Laptop gekauft.
Kaplan Josephat hat den Lehrern seines Schulprojektes Scheibwaren aus Deutschland mitgebracht. Und vorort einen Laptop gekauft.© Josephat Obodo

Neben weiteren Klassenräumen will Josephat Obodo demnächst auch einen Brunnen im Dorf bauen. Eine Zusage dafür gebe es schon. Zudem hat er Unterstützung in der Nachbarschaft gefunden. Dort gibt es eine große Brauerei. „Sie werden jetzt versuchen, Strom an die Gemeinde zu liefern.“ So soll eine dauerhafte Versorgung gewährleistet werden.

>> FLYER MIT INFORMATIONEN LIEGEN AUS

Kaplan Josephat Obodo fährt jedes Jahr im Sommer auf Heimaturlaub nach Nigeria. Währenddessen besucht er die Schule und übergibt das Geld für das entsprechende Kind den Familien bzw. der Schule.

Er sorgt dafür, dass das Geld für die Patenschaften richtig ankommt. Ein Flyer mit genaueren Informationen liegt in allen Kirchen aus. Uboji hat übrigens ca. 800 Einwohner und liegt im Umkreis der Stadt Enugu im Südosten von Nigeria. Die Familien leben in sechs Clans um die Dorfmitte.