Im April wurde auf dem ehemaligen Fußballgelände an der Fulkskuhle eine Wildackermischung mit 60 verschiedenen Blumen, Kräutern und Kleearten eingesät, die dann in den Sommermonaten in voller Blüte stand. Damit auch in den kommenden Jahren die Bürger – und insbesondere auch die Kinder – für das Thema Wildblumenwiese sensibilisiert werden, hat die Stadt Emmerich eine Informationstafel in leichter Sprache an der Fulkskuhle aufgestellt. Darauf sind die vielen Tierarten beschrieben, für die diese Wildblumenwiese wichtiger Lebensraum ist und sowohl Nahrungsquellen als auch Schutz und Nist- und Brutplätze bietet.
Initiator der Blumenwiesen-Aktion war der Emmericher Landwirt Alexander Bossmann, der sich im Frühjahr sowohl um die Vorbereitung des Bodens als auch um das Einsähen der Samen kümmerte. Die Kosten in Höhe von 200 Euro übernahm der Lions-Club Montferland-Emmerich. Zusammen mit Stadtgärtner Georg Holtkamp und Franz-Thomas Fiedler, damals noch bei der Stadt für den Umweltschutz zuständig, wurde ein Insektenschutz-Konzept entwickelt.
Wildblumenwiesen auch nach der Blüte wichtiger Lebensraum
So entstand auf der rund 7000 m2 großen Fläche ein farbenfrohes Bild. „Wir sind froh, dass die Wildsamen trotz der heißen Temperaturen so gut angegangen sind. Auf der Brachfläche des Sportvereins Vrasselt hat das dieses Jahr leider nicht so gut funktioniert“, berichtet Regina Pommerin, jetzt zuständig für Umweltschutz der Stadt.
Um die Pflege der Wiese werden sich zukünftig die KBE kümmern. „Es ist wichtig zu wissen, dass auch die verblühte Blumenwiese, den Insekten, Amphibien und Kleintieren als Lebensraum dient. Die abgestorbenen Pflanzenteile sind Überwinterungsquartier und Deckung. Die gebildeten Samen dienen als Nahrungsquelle für Vögel. Mäht man eine Wiese in einmal komplett ab verschwinden die vorgenannten Lebens- und Schutzräume. Deshalb geht man im Herbst oder Spätwinter hin, mäht nur eine Teilfläche ab und lässt den Rest als Lebensraum stehen. Das Mähgut sollte auf der Fläche ein paar Tage liegen bleiben“, erklärt Georg Holtkamp.
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