Die Stadt Rees ist weiter auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für den von den Grünen beantragten und vom Rat anschließend beschlossenen Bürgerwald. „So richtig weiter sind wir noch nicht damit“, räumte Kämmerer Andreas Mai im Rat auf Anfrage von Helmut Wesser (Grüne) ein.

Die Idee sei gut, erklärte der Kämmerer. Das Problem sei nur, dass Rees nur über 33 Hektar Wald verfüge und es keine städtischen Flächen gebe, um einen Wald anzulegen. Als Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Emmerich/Rees hätte er diesbezüglich auch schon Gespräche geführt, was man konkret machen könne. „Die Förster haben gesagt, dass es keinen Sinn macht, einen Wald etwa auf einer drei Hektar großen grünen Wiese zu pflanzen“.

Kämmerer Mai schlug als Alternative eine Streuobstwiese für Rees vor

Ebenfalls ohne Erfolg seien Gespräche mit privaten Waldbesitzern geblieben. „Vielleicht wäre es deshalb sinnvoller und leichter umzusetzen, wenn man statt eines Waldes eine Streuobstwiese anlegt“, regte Andreas Mai im Rat an. Doch seitens der Politik, auch von der Fraktion der Grünen, gab's dazu keine Reaktionen.

Entsprechend muss sich die Verwaltung laut Ratsbeschluss weiter auf die bislang vergebliche Suche nach einer geeigneten Fläche im Stadtgebiet machen, auf der man einen Bürgerwald anlegen könnte. Angedacht ist, dass jeder Einwohner zu einem besonderen Lebensereignis einen Baum pflanzen und damit Baumpate werden kann. 10.000 Euro stehen für den von allen angedachten Bürgerwald im Haushalt der Stadt.