Grau, ruhig, langweilig. Das hat gesessen. In einer Befragung von Bürgern nutzten diese die drei Worte häufig als es darum ging, ihre Heimat Emmerich zu umschreiben.
Die Verantwortlichen des Emmericher Stadtmarketings, aber auch der Stadtverwaltung wollten das nicht einfach so stehen lassen. Und haben eine Image-Kampagne gemeinsam mit den Emmericher Werbeexperten der Firma Zwei ins Leben gerufen, die nun nach und nach im Stadtgebiet sichtbar wird.
Bürgermeister ist sicher: „Die Stadt hat einiges zu bieten“
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Unter dem Motto #zusammenEmmerich sollen „Emotionen geweckt werden“, wie Bürgermeister Peter Hinze sagt. „Emmericher sollen sich wieder einmal in der eigenen Stadt umsehen. Und diese neu entdecken.“ Denn für den Ersten Bürger steht fest: „Die Stadt hat einiges zu bieten.“
Aktuell sicher auffallen im Stadtbild werden die großen Motive der Imagekampagne – in die natürlich auch das neue Stadtlogo eingebunden ist – auf den Plakatwänden an Emmerichs Hauptverkehrsstraßen. Und wer könnte darauf besser für die Stadt werben, als Emmerichs Bürger selbst?
Vier Emmericher sind auf den Werbeplakaten zu sehen

Auf dem Plakat am Großen Wall 31 ist etwa Landwirt Hubert Franken aus Grondstein zu sehen und der Satz „Die Vorteile einer Grenzstadt: Genug Gras. Und viel Heu“ zu lesen. Alle Slogans, so erklärt Emmerichs Stadtsprecher Tim Terhorst, „sind mit einem Augenzwinkern zu sehen“.
So käme man schließlich auch ins Gespräch. „Was wir vermehrt auch wieder mit den Bürgern tun wollen“, sagt Sara Kreipe von der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketinggesellschaft Emmerich am Rhein. Ihr Team will wieder richtiges Stadtmarketing betreiben. „Und dabei alle mitnehmen.“ Sprich: Vereine, Bürger aus allen Ortsteilen und natürlich die Firmen. Fürs Stadtmarketing ist die Kampagne nun ein Startschuss. Man will künftig – auch über die mehrwöchige Kampagne hinaus – am Image der Stadt pfeilen.
Stadt hat Plakatwände angemietet und Banner für Bauzäune erstellt
Zwölf große Plakatwände hat die Stadt angemietet. Zwei Litfaßsäulen werden folgen. Zudem wird es 360-Grad-Plakate an Masten geben, als auch Banner an Bauzäunen. Insgesamt gibt es 35 verschiedene Motive. Von den Plakaten lächeln und für die Stadt werben werden hier neben Hubert Franken auch Josefine und Anton Berntsen, Vivian Wittenhorst und Christiane van Haaren. Etwa vier Wochen lang soll jedes Plakat zu sehen sein. Laufen wird die Kampagne insgesamt aber länger.

Gläserne Bushaltestellen-Häuschen wurden ebenfalls mit „flotten, witzigen und ironischen Sprüchen“, wie Terhorst sagt verziert. Ebenfalls im Repertoire der Image-Kampagne: zwei Postkarten-Sets. „Diese können auf der Internetseite der Kampagne bestellt werden“, so Terhorst. Gratis, versteht sich. Unter www.zusammen-emmerich.de wird aber ebenso erklärt, warum Emmerich nun bunt und mutig ist und langsam an Fahrt aufnimmt.
Neue Image-Kampagne auch in Kleve sichtbar
„Dabei“, so sagt Simon Berntsen von der Werbeagentur Firma Zwei, „geht es auch nicht darum zu sagen, dass Emmerich die schönste Stadt ist. Wir wissen, dass es hier nicht perfekt ist“. Begegnen werden die flotten Sprüche den Emmerichern auch auf Mülleimer („Alles in’ Eimer“). Als auch beim Surfen im Internet. „Im Rahmen der Online-Kampagne werden wir mit bunten Bannern 85 Prozent der Emmericher sicher erreichen“, sagt Berntsen.
Und nicht nur die. Auch digitale Werbetafeln hat die Stadt Emmerich angemietet. Nicht nur die eigene an der L7 in Emmerich. Sondern auch eine in Kleve. Hier gibt es – auch wieder nett mit einem Augenzwinkern gemeint – den Spruch „Schöne Grüße von der richtigen Rheinseite“ zu lesen, der ab und an sich auch in „Schöne Grüße von der falschen Rheinseite“ umwandelt.



