Betuwe-Route

Betuwe: Niederrheinischen Appell in Berlin überreicht

Der Ausbau der Güterstrecke Betuwe-Linie ist ein ewiges Ärgernis am Niederrhein.

Der Ausbau der Güterstrecke Betuwe-Linie ist ein ewiges Ärgernis am Niederrhein.

Rees/Emmerich.   Die Bürgermeister der Betuwe-Anrainerkommunen forderten in Berlin mehr Finanzmittel für einen sozialverträglich und zukunftsgerechten Ausbau.

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Donnerstagvormittag haben Bürgermeister, Landräte, Bürgerinitiativen (u.a. die IG Biss und Rettet den Eltenberg) sowie Mandatsträger aus den Kreisen Kleve und Wesel und Oberhausen in Berlin Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der sich durch Staatssekretär Enak Ferlemann vertreten ließ, den Niederrheinischen Appell überreicht.

Darin fordern die Vertreter der Region entlang der Betuwelinie von Emmerich bis Oberhausen Finanzmittel, für mehr transparenten und aktiven Lärmschutz, für städtebaulich ansprechende Bahnunter- und -überführungen, für helle und freundliche Bahnhöfe und Haltepunkte sowie für vernünftige individuelle Lösungen spezieller, bislang nicht einvernehmlich geregelter Problemlagen in einzelnen Städten.

Mit der Bevölkerung zusammenstehen

„Staatssekretär Ferlemann hat signalisiert, dass es durchaus auch im Interesse des Bundes ist, eine gute und vernünftige Lösung zu finden, damit das Projekt auch bei der Bevölkerung Akzeptanz findet“, so der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers (CDU).

Gerwers, auch Sprecher der Anrainerkommunen, und Gert Bork von der Bürgerinitiative „Betuwe – so nicht, sondern besser“ betonten bei der Übergabe des Appells, dass die grundsätzliche Einigung der Region mit der Bahn, dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen vom 13. März 2017 in Rees eine gute und tragfähige Basis für weitere einvernehmliche Gespräche über noch nicht gelöste Fragestellungen an diesem wichtigen Abschnitt der europäischen Güterverkehrsstrecke von Rotterdam nach Genua sein könne.

„Jetzt müssen alle Verantwortlichen, gerade auch in Bundesregierung und Bundestag, mit der betroffenen Bevölkerung zusammenstehen, damit der Ausbau der Betuwelinie sozialverträglich, zukunftsgerecht und nachhaltig gelingt“, betonen Gerwers und Bork abschließend.

Auch der Eltenberg kommt im Appell vor

In dem Appell heißt es wörtlich: Die Bevölkerung und die Anrainerstädte brauchen und verdienen:

in den Ortslagen transparenten, in den Wohnbaugebieten durchgängigen aktiven Lärmschutz, ökologisch, städtebaulich verträglich und auf dem neuesten Stand der Technikhochoptimierte, verknüpften und zeitgemäßen Erschütterungsschutz

städtebaulich ansprechende Unter- und Überführungen, die die Städte nicht trennen (keine Mauern in den Orten).die kundenfreundliche Ausgestaltung von Bahnhöfen und Haltepunkten, hell, freundlich, sicher, nicht Angsträume schaffendeinen attraktiven kundenorientierten Schienenpersonennahverkehr, der nicht hinter dem Güterverkehr zurücksteht

konstruktive, dialogorientierte, individuelle Löschen für spezielle Problemlagen in den Ortslagen, Beispiel Ortsumgehung Eltenberg
eine nachhaltige Regelung des Eingriffs in Natur und Landschatz und besonderer Berücksichtigung der Biotopvernetzung.

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