Glasfaser

Deutsche Glasfaser reagiert nach CDU-Umfrage in Elten

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An dem Gespräch nahmen Julia Rossius (2.v.l.) und Mirko Tembrink (Mitte) von Deutsche Glasfaser und Horst Derksen (Vorsitzender CDU Elten, li.), Dr. Matthias Reintjes (Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat CDU Emmerich, 2.v.r.) sowie Jürgen Frericks (re.) als selbstständiger IT Dienstleister und CDU Mitglied teil.

An dem Gespräch nahmen Julia Rossius (2.v.l.) und Mirko Tembrink (Mitte) von Deutsche Glasfaser und Horst Derksen (Vorsitzender CDU Elten, li.), Dr. Matthias Reintjes (Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat CDU Emmerich, 2.v.r.) sowie Jürgen Frericks (re.) als selbstständiger IT Dienstleister und CDU Mitglied teil.

Foto: CDU Elten

Elten.  In Emmerich-Elten hatten etliche Bürger Probleme mit der Deutschen Glasfaser, wie eine Umfrage zeigte. Das Unternehmen setzt nun Anregungen um.

Vor einigen Wochen startete die CDU Elten nach mehreren Beschwerden aus der Bürgerschaft eine eigene Zufriedenheitsumfrage über Deutsche Glasfaser im Ort. „Die Resonanz war groß, sodass wir froh sind, dass Deutsche Glasfaser den Kontakt zu uns gesucht hat. Ich höre von vielen Bürgern, dass es bereits deutliche Verbesserungen gegeben hat“, so Parteichef Horst Derksen.

Nach Umfrage wurde die Performance verbessert

Die Ergebnisse wurden Deutsche Glasfaser zur Auswertung zur Verfügung gestellt und am 13. August in Elten besprochen. An dem Gespräch nahmen Julia Rossius und Mirko Tembrink von Deutsche Glasfaser und Horst Derksen (Vorsitzender CDU Elten), Dr. Matthias Reintjes (Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat CDU Emmerich) sowie Jürgen Frericks als selbstständiger IT Dienstleister und CDU Mitglied teil.

Alle Performanceprobleme der Kunden, die ihre Daten zur Verfügung gestellt haben, haben gelöst werden können, so die CDU. Die Aussagen der Bürger bestätigten dies. Kunden, die Probleme anonym beschrieben hatten, bittet Deutsche Glasfaser darum, Kontakt zum Kundenservice herzustellen. So ließen sich auch diese Probleme im Dialog lösen, teilt das Unternehmen mit.

Wie Jürgen Frericks zu berichten wusste, seien auch nicht alle Probleme auf Deutsche Glasfaser sondern oft auch auf die kundeneigene Hardware zurückzuführen. So sind oftmals unzureichende Router ein Flaschenhals für die Performance insbesondere im WLAN.

Neue Anschlüsse werden jetzt gelegt

Neben den Performanceproblemen habe es sehr viele Kunden gegeben, die auf ihren bestellten Anschluss noch gewartet haben. Diese etwa 250 Haushalte hatten ihren Vertrag nach der Nachfragebündelung abgeschlossen. Sie würden in den nächsten Wochen an das Glasfasernetz angeschlossen, bestätigte Mirko Tenbrink, Projektleiter für den Kreis Kleve.

Laut Deutsche Glasfaser würden beim initialen Ausbau eines neuen Netzes zunächst alle Adressen aus der Nachfragebündelung angeschlossen. Sobald der grundsätzliche Ausbau der neuen Infrastruktur abgeschlossen ist, folgen die sogenannten Nachanschlüsse – das sind die Anschlüsse der Kunden, die ihren Vertrag nach Abschluss der ersten Planungsphase unterschrieben haben.

Die Deutsche Glasfaser wolle diesen Prozess in Zukunft beschleunigen und vorab auch offen über die möglichen notwendigen Wartezeiten kommunizieren, berichtet die CDU.

Servicehotline wird verbessert

Die Bewertung der Servicehotline sei in der Zufriedenheitsfrage ein Kritikpunkt gewesen. Deutsche Glasfaser versicherte, dass man die Kritik ernst nehme und diese als konstruktiven Auftrag für Verbesserungen mitnehmen werde, so die CDU. So soll es kurzfristig einige Veränderungen geben um den Kunden in allen angesprochenen Problembereichen bessere Auskunft geben zu können. Seitens Deutsche Glasfaser möchte man damit auf das rasante Wachstum in der letzten Zeit reagieren und Kunden langfristig binden.

Die CDU-Elten zeigte sich anschließend zufrieden. „Die Probleme wurden angegangen und die fehlenden Anschlüsse kommen jetzt. Wir sind froh, dass Deutsche Glasfaser auf unsere Umfrage reagiert hat und bedanken uns für den konstruktiven Austausch“, so CDU-Fraktionschef Dr. Matthias Reintjes.

>> Wie läuft die Fehlersuche?

Generell könne man sagen, dass dauerhafte Probleme fast immer beim Kunden vor Ort liegen. Fehler, die nur Zeitweise auftreten, können bei Deutsche Glasfaser oder bei Kunden entstehen – aber auch durch externe Einflüsse, wenn beispielsweise an anderer Stelle Bauarbeiten Dritter ein Kabel beschädigen.

Zur Fehlereingrenzung schließt man einen Computer per LAN-Kabel an den Übergabepunkt an und prüft dort mit einem Speedtest (z.B. Speedtest.net) die ankommende Geschwindigkeit. In den meisten Fällen bekomme man dort die Vertraglich vereinbarten Down- und Upload Raten. Ist das nicht der Fall, dann muss noch geprüft werden ob der Computer die Netzwerkverbindung mit 1000 MB herstellt oder eventuell nur mit 100 MB. Die reduzierte Leistung kann durch alte Hardware oder Treiberproblemen verursacht werden.

Die Suche nach dem schwächsten Glied in der Kette

Waren diese Tests ok, dann wird der Router mit angeschlossen und wieder per LAN-Kabel mit einem Computer die Geschwindigkeit getestet. Ist mit dem Router die Geschwindigkeit reduziert, dann hat man dort ein Problem. Hier ist es oft alte Hardware, fehlerhafte Einstellungen in der Konfiguration oder Energiesparfunktionen die den LAN-Port nur mit 100 Mbit arbeiten lassen.

Ist hier auch alles ok, dann kann man seine WLAN Verbindung testen. Die sollte man mit verschiedenen Geräten (Handy, Tablets, Laptop) direkt am Router mit einem Speedtest machen. Für schnelles WLAN benötige man aktuelle Hardware beim Router und den Endgeräten, die ältere Hardware ist durch die Standards stark limitiert. Auch hier bestimmt das schwächste Glied in der Kette die Leistung.

Wenn direkt am Router die WLAN Geschwindigkeit passt, dann muss man prüfen was am Ort der gewünschten Nutzung noch ankommt. Mit steigendem Abstand sinkt physikalisch die Geschwindigkeit, Wände, Decken, Metallkonstruktionen stören die Funkverbindung. Hier sollte man schauen das man per Kabel möglichst nahe an den Ort der WLAN Nutzung kommt und dort einen Accesspoint installiert.

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