Adventsfenster

Die Aktion Emmericher Adventsfenster war eine sehr gelungene

Am Donnerstagabend fand die Adventsfenster-Aktion bei Familie Schott-Reintjes in Vrasselt statt. Eine von vielen sehr gelungenen Aktionen.

Am Donnerstagabend fand die Adventsfenster-Aktion bei Familie Schott-Reintjes in Vrasselt statt. Eine von vielen sehr gelungenen Aktionen.

Foto: Norbert Prümen

Vrasselt.   Zu 21 Emmericher Adventsfenster-Aktionen lud die Seelsorgeeinheit ein. Die NRZ war beim Finale dabei. Das Orga-Team zieht eine positive Bilanz.

Mit großen Schritten geht es auf das Weihnachtsfest zu. Ein letztes Mal öffnete sich am Donnerstag daher ein Türchen im Rahmen der Aktion „Emmericher Adventsfenster“ der katholischen Seelsorgeeinheit St. Christophorus und St. Johannes der Täufer.

Bei Annemarie Schott-Reintjes und Ehemann Karl Reintjes in Vrasselt gab es noch einmal die Gelegenheit, sich in der hektischen Vorweihnachtszeit zu besinnen. Neben Geschichten und einem Film, erfreuten natürlich auch wieder Gebäck und der obligatorische Glühwein ein gutes Dutzend Besucher. „Bei unserer ersten Aktion waren wir im Garten, es lag Schnee und es war einfach eine unheimlich tolle Atmosphäre“, erinnerte sich Annemarie Schott-Reintjes an ihre Premiere vor einigen Jahren. „Jetzt bin ich zum dritten Mal dabei und es ist immer wieder schön.“

Viel Liebe zum Detail

Auch in diesem Jahr wurde zunächst gemeinsam gesungen, bevor ein kleiner, adventlicher Film auf der extra installierten Leinwand gezeigt wurde. Einen selbst geschriebenen Text von Annemarie Schott-Reintjes unterlegte ihr Mann Karl Reintjes mit den passenden Bildern. Die Botschaft des Filmes war eindeutig – man solle allen Menschen mit Respekt begegnen. Passend dazu war auch die Geschichte, die Schott-Reintjes im Anschluss verlas, in der eine alte Frau Besuch von Gott erwartete, ihn aber nicht erkannte, als er in Gestalt eines Bettlers zu ihr kam.

Zum Nachdenken regte eine weitere Geschichte an. „Die drei dunklen Könige“ (1946) von Wolfgang Borchert, von der Thematik her aktueller denn je. Für Freude sorgten die selbstgebastelten Papiersterne und eine liebevoll gestaltete Karte, die das Vrasselter Ehepaar den Besuchern schenkte.

Aber nicht nur in Vrasselt wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Bei der gesamten Aktion „Emmericher Adventsfenster“ wurde den Besuchern in der Adventszeit viel geboten. Neben Kindergärten und Grundschulen waren auch Privathaushalte oder die Pfadfinder mit dabei. Es wurden kleine Stücke aufgeführt oder Geschichten vorgelesen. Gleich zum Auftakt am 1. Dezember bei Familie Lehmann kamen rund 50 Erwachsene und 30 Kinder und wurden beim Schattenspiel „Die Weihnachtsmaus“ verzaubert. Bei Familie Plankermann, erstmals dabei, verbarg sich hinter dem Garagentor eine wunderschön gestaltete Wald-Bühne mit lebendigen Tieren.

Das Fenster der Kita Polderbusch hatten die Kinder selbst gestaltet. Es wurde zu Trompetenklängen geöffnet. Am Kindergarten Praest führten die Kinder „Sterntaler“ auf. Auch zur Kita Heilig-Geist hatten sich viele auf den Weg gemacht und sahen dort einen Lichtertanz der Kleinen. Am Nikolausabend kam sogar der heilige Mann zum Haus der Familie und hatte für die Kinder kleine Überraschungen im Sack.

Das nette Beisammensein im Anschluss bei Gebäck und Heißgetränken gehörte ebenso an jedem Fenster dazu, wie das gemeinsame Singen. „Es gibt nichts, was mehr verbindet als gemeinsam zu singen“, fand Gabriele Debiel von der Seelsorgeeinheit: „Es war wirklich vielseitig und wurde auch gut angenommen. Man muss schon sagen, das war richtig, richtig klasse.“

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Nach 21 unterschiedlichen Aktionen zog Gabriele Debiel, Pressesprecherin der Seelsorgeeinheit, ein durchweg positives Fazit: „Wir sind als Orga-Team froh, dass die Sache so toll angenommen wird und man muss sagen, dass sich alle tolle Sachen haben einfallen lassen. Da steckte viel Mühe und Arbeit dahinter.“

Erfreut war Debiel auch über einige Stammgäste: „Manche Leute haben über zehn Aktionen besucht und waren jedes Mal begeistert.“ Ein weiterer positiver Aspekt sei, dass sich das Publikum der Seelsorgeeinheit, Stadt und Südstaaten, mische und daraus ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen könne.

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