Flashmob

Ein Flashmob im Rheincenter Emmerich überraschte mit Gesang

Bei einem Flashmob kommen Menschen scheinbar urplötzlich zusammen und starten eine Aktion. Wie hier im Rheincenter Emmerich.

Bei einem Flashmob kommen Menschen scheinbar urplötzlich zusammen und starten eine Aktion. Wie hier im Rheincenter Emmerich.

Foto: Gerd Hermann

Emmerich.   Der Rat der Seelsorgereinheit hat am Samstag im Rheincenter Emmerich einen Flashmob organisiert. Was die singende Gruppe damit erreichen wollte.

Am Samstagmorgen machte es schnell die Runde: „Neugierig? Dann um 11 Uhr im Rheincenter vorbeischauen“, stand in großen Lettern auf einem Zettel, der in der City verteilt wurde. Aufmerksame Beobachter konnten bereits kurze Zeit später das ein oder andere bekannte Emmericher Gesicht am Aldegundiskirchplatz ausmachen. Mittendrin: Kantor Stefan Burs.

Kantor Stefan Burs machte der Gruppe Mut

Gespannt schauten auch Henrik und Jakob in die Runde der dort Versammelten. Wobei einer der Zwillinge von Maren Schmitz, nämlich Jakob, eher mit seinen zwei Lenzen den kritischen Blick aufsetzte. Da nützte auch nichts, dass Jakobus-Gildemeister Dr. Hans Jürgen Arens hellauf von ihm schon wegen seines Vornamens begeistert schien.

Begeisterung pur stand in den Gesichtern der mehr als 30 Personen, die sich auf dem zentralen Punkt trafen. „Nicht so ängstlich. Alles kein Problem. Nur Mut“, hieß es von Stefan Burs. „Wo müssen wir uns treffen“, fragte Heike van der Heiden. „Möglichst in der Mitte“, erklärten mehrere.

Um Punkt 11 Uhr kamen die Sänger heraus

Und dann war der Aldegundiskirchplatz innerhalb kürzester Zeit wieder leergefegt. Es dauert nur einige Minuten, so traf man die Gruppe verstreut im Rheincenter wieder. Mal auf der Treppe, wie Bernhard Kroesen, mal ein bisschen versteckt hinter einem Kleiderständer, mal mittig im lichtdurchfluteten Bereich.

Pünktlich um 11 Uhr zückte Kantor Stefan Burs wie viele andere seine rote Weihnachtsmütze, Steffi Ess setzte den funkelnden Tannenbaum auf und der Flashmob begann mit Händels „Joy to the World“. Aus einem einstimmigen wurde nach und nach ein mehrstimmiger Gesang, der auch schnell zum Mitsingen animierte. Wer den Text nicht beherrschte, der schaute in die Notenblätter der Sänger.

„Nun freut euch ihr Christen“, bei dem Pfarrer Bernd de Baey und besonders Pater Zakarias Sago einstimmten, hallte es durch die Einkaufspassage, bevor „Leise rieselt der Schnee“ oder „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ erklang. Zum Schluss sangen alle gemeinsam José Felicianos „Feliz navidad“. Pater Zakarias war begeistert: „Das war einfach nur schön.“

Gottesdienste zu Weihnachten bekannter machen

Danach gab’s des Rätsels Lösung. Auf Initiative des Rates der Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes der Täufer wurde die Idee für diesen Flashmob geboren. Nicht ganz ohne Hintergrund.

Damit jeder das passende Angebot für den Gottesdienstbesuch an den Festtagen findet, wurden im Anschluss verschiedene Flyer mit den Angeboten für Kinder, Familien, Kirchenmusik und vieles mehr verteilt, so Gabriele Debiel, Sprecherin der Seelsorgeeinheit. „Alles was ankommt, soll man wiederholen“, ergänzte Jeanette van de Locht. So steht einer musikalischen Neuauflage, sicherlich nicht als Flashmob, im nächsten Jahr nichts im Weg.

>> GEHEIME PROBE IM TREFFPUNKT

Nicht nur aus den Chören der Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes der Täufer, auch weitere begeisterte Sänger hatten sich Anfang Dezember 2018 zur einzigen Probe im Treffpunkt Heilig-Geist versammelt.

Wie das mit dem Singen, Laufen und dann noch aus den verschiedensten Ecken kommend klappt, wurde, so Stefan Burs, in der Heilig-Geist-Kirche geprobt. Auch zu Hause wurde kräftig geübt, verriet Stefan van Ühm.

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