Abschiedsmesse

Emmerich: Abschied vom „Menschenfischer“ Pater Zakarias Sago

Pater Zakarias Sago (Mitte) zieht an der Seite von Pfarrer Bernd de Baey (li.) in die Aldegundiskirche ein. Es war seine Abschiedsmesse.

Pater Zakarias Sago (Mitte) zieht an der Seite von Pfarrer Bernd de Baey (li.) in die Aldegundiskirche ein. Es war seine Abschiedsmesse.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Der beliebte Pater Zakarias Sago verabschiedete sich am Sonntag aus Emmerich. Liebe, Begegnung und das Miteinander zeichneten ihn aus.

Er strahlte als er vor dem Gottesdienst gestern die Aldegundiskirche betrat: Pater Zakarias Sago wurde gestern offiziell in einer zweistündigen Festmesse, die vom 40-köpfigen Projektchor begleitet wurde, verabschiedet. „Ich bin sehr froh und dankbar für das Miteinander“, so fasste es Stadtpfarrer Bernd de Baey zusammen.

Und der beliebte Geistliche Zakarias wusste im Hinblick auf seine vierjährige Tätigkeit in der Rheinstadt: „Emmerich hat mir körperlich und seelisch gutgetan“, und sprach davon wie wichtig es sei, alle Menschen zu lieben. Nach dieser Devise ging er stets vor, formte neue Gemeinschaften, brachte allen Respekt entgegen, wusste wie Dankbarkeit funktioniert und wie Begegnung geht.

Den Kirchenkonflikt haben sie überwunden

In Bezug auf den damaligen Kirchenkonflikt erklärte er: „Es war keine gesunde Luft hier vor vier Jahren, als wir kamen. Aber die Kirche ist nicht mehr krank. Wir haben ein gesundes Wachstum.“ Dank seiner Arbeit hätten viel wieder den Weg zur Kirche gefunden, unterstrich Gregor Walter für die Kirchenvorstände St. Christophorus und Johannes der Täufer.

Und Lutz Hantermann, Vorsitzender vom Rat der Seelsorgeeinheit, sprach von einem „Menschenfischer mit viel Herzblut und Engagement“. Nach Worten des Dankes an das Seelsorgeteam, die Emerties, Diakone und nicht zuletzt die hauptamtlichen Angestellten wandte er sich an die Hunderte von Ehrenamtlichen: „Ihr seid die Schätze für mich und die Kirche“, brachte er es schon ein bisschen traurig über seinen Weggang auf den Punkt.

Sein Pfarrbüro in Senden dient als Gästezimmer

Verneigung von Zakarias und nicht endende Standing Ovations zum Abschluss des Gottesdienstes. Doch damit nicht genug. Mit Schnittchen, Suppe und Begegnungen verabschiedet Emmerich „seinen“ Zakarias im Aldegundisheim. Passend präsentierte der Projektchor dort den Song der Sportfreunde Stiller „Applaus, Applaus“.

Er sei doch nicht aus der Welt, erklärte Zakarias und lud alle ein, ihn an seiner neuen Wirkungsstätte in Senden zu besuchen: „Das Pfarrbüro wird mein Gästezimmer.“

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