Eucharistiefeier

Emmericher Pfarrer lädt zu einer Messe auf Igbo ein

Pfarrer Thaddeus Eze lädt zu einer Eucharistiefeier auf Igbo in der Emmericher St. Aldegundiskirche ein.

Pfarrer Thaddeus Eze lädt zu einer Eucharistiefeier auf Igbo in der Emmericher St. Aldegundiskirche ein.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Pfarrer Thaddeus Eze lädt zu einer besonderen Eucharistiefeier in der Emmericher Aldegundiskirche ein. Die Feier wird auf Igbo gehalten.

Akwa – ein Wort aus der einheimischen Sprache Nigerias namens Igbo. Ein Wort, das vier unterschiedliche Bedeutungen – Ei, Kleid, Schrei und Bett – hat. „Die eigentlich nur durch die Betonung der Buchstaben deutlich werden“, sagt Thaddeus Eze. Und er muss es wissen.

Emmerichs neuer Pfarrer stammt nämlich aus Nigeria und spricht Igbo täglich. Nämlich immer dann, „wenn ich mit meinen Geschwistern telefoniere“, erzählt Eze, der 2012 seine Heimat Nigeria verlassen hat, aber mindestens einmal im Jahr dort zu Besuch bei seiner Familie ist.

Nsukka zu Gast in Emmerich

Am Freitagvormittag wird er auch wieder Igbo reden. Und zwar definitiv ab 11 Uhr. Dann wird in der Aldegundiskirche eine Eucharistiefeier auf Igbo gehalten. „Priester und Ordensleute aus meinem Heimatbistum Nsukka kommen nach Emmerich“, erklärt der Pfarrer.

Und zwar aus ganz Deutschland. Einmal im Jahr treffen sich die Geistlichen zu einer Jahreshauptversammlung. „Und zum Nachfeiern des Osterfestes“, so Eze.

Predigt und Lesung sind auf Deutsch

Zunächst werden die Geistlichen in der Aldegundiskirche eine Eucharistiefeier feiern. „Und zu der sind auch alle anderen herzlich eingeladen“. Größtenteils wird die Feier auf Igbo gehalten – die Predigt und die Lesung werden aber in deutscher Sprache sein, versichert der Priester.

So werden etwa Lieder auf Igbo gesungen. „Das mache ich schon jetzt gern in meinen Messen“, sagt Pfarrer Eze. „Oft werde ich dann angesprochen, was das für eine Sprache ist. Ich freue mich, dass den Emmericherin meine Heimatsprache gut gefällt.“ Und zwar so gut, dass der Chor aus Praest schon überlegt, ein Lied auf Igbo einzustudieren.

Fremde Worte mit eingängiger Melodie

Auch wenn die Betonung der Worte etwas diffizil ist: „Mitsingen kann ruhig jeder. Die Worte sind nicht schwer und die meisten Melodien sind auch hier bekannt“, beruhigt Pfarrer Eze. So wird es nicht nur fremde Worte in der Kirche zu hören geben, sondern auch andere Klänge.

Denn die Orgel in der großen Kirche wird nicht gespielt. „Wir werden einige Instrumente aus Afrika dabei haben“, verrät Eze, der seit dem 1. März in Emmerich als Nachfolger von Pater Zakarias ist.

Das Fremde besser kennenlernen

Scheu, die Feier zu besuchen, sollten die Emmericher nicht haben. „Der Ritus ist gleich. Nur die Sprache ab und an anders.“ Pfarrer Thaddeus Eze organisiert das erste Mal das Treffen der Geistlichen aus seinem Heimatbistum. Reihum sind die Ordensleute und Priester Gastgeber.

Eze hofft, dass nicht nur sie mit ihm am Freitag, 3. Mai, in der Kirche sein werden. „Ich finde, es ist eine gute Gelegenheit einen Teil einer anderen Kultur kennenzulernen“, sagt er. Denn aus dem Kennenlernen des zunächst Fremden, wachse dann ein Stück weit auch Respekt.

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