Kirche

Fatima-Kapelle in Emmerich: Die Madonna ist restauriert

Helmut van Nüß (v.l.), Pfarrer Bernd de Baey, Leo Pastor, Reinhard Kanthak und Axel Heimen sind sehr zufrieden mit der restaurierten Fatima-Madonna.

Helmut van Nüß (v.l.), Pfarrer Bernd de Baey, Leo Pastor, Reinhard Kanthak und Axel Heimen sind sehr zufrieden mit der restaurierten Fatima-Madonna.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Die Umgestaltung der Fatima-Kapelle in Emmerich ist mit der Rückkehr der Madonna-Figur fast vollendet. Pfarrer Bernd de Baey dankt den Helfern.

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Sie ist ein Hingucker geworden. Die Madonna in der Fatima-Kapelle ist nach längerer Restaurierung aus Winnekendonk zurück gekehrt und steht in voller Pracht an ihrem Platz. Damit ist die Umgestaltung der kleinen Kapelle am Kopfe der Pastor-Breuer-Straße fast abgeschlossen, „nur die Grünflächen sollen noch verschönert werden“, sagt Pfarrer Bernd de Baey. Außerdem hat die Kapelle eine neue Front bekommen, die festen Bänke wurden gegen bewegliche Stühle ausgetauscht und die Pflasterung draußen wurde erneuert.

Die Madonna, eine Nachahmung des Originals aus dem portugiesischen Wallfahrtsort Fátima, „war unansehnlich geworden“, schildert Leo Pastor, der sich in einer Gruppe Ehrenamtlicher um die Pflege der Kapelle kümmert: „Die Farbe blätterte großflächig ab.“ Erst der Restaurator hatte den Emmerichern eröffnet, dass die Madonna keine Gips- sondern eine Holzschnitzfigur sei. Das fällt jetzt an den aufwendigen Ornaten noch mehr auf. In der Restaurierungszeit hatte eine Ersatzmadonna aus dem Keller von Liebfrauen ihren Platz eingenommen.

Fátima ist seit 1917 Wallfahrtsort, also seit 100 Jahren. Einem Hirten ist damals die Madonna erschienen. Pastor Heinrich Breuer war es, der damals die Kapelle hat bauen lassen, die 1962 eingeweiht wurde, bevor er im selben Jahr an Krebs recht plötzlich gestorben sei, so Pastor. „Er hat die Kapelle total ohne Genehmigung gebaut“, muss auch Pastor schmunzeln. Denn dafür musste die zu der Zeit in Planung befindliche Weseler Straße verlegt werden.

Die Kapelle ist tagsüber geöffnet. Von Mai bis September finden dienstags um 18.30 Uhr gemeinsame Gebete stand. Ansonsten begrüßen viele Gläubige die Ruhe: „Viele kommen zum Gebet hier her, die sonst nicht in Gottesdienste gehen“, weiß de Baey. Es werden Kerzen für einen Obolus vorgehalten. Mit dem Geld wurde seit 1976 die Ausbildung von 56 Preistern, 155 Katecheten und fünf Schwestern unterstützt.

Pfarrer de Baey hebt das Engagement der Ehrenamtlichen hervor: „Ohne sie geht’s nicht!“ Deshalb seien hier einmal alle genannt. Neben Leo Pastor sind dies Klemens Aldering, Gunter Schonde, Wolfgang Peter, Helmut van Nüß, Michael Voller, Axel Heimen, Franz van Alst und Reinhard Kanthak.

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