Küster in Emmerich

Fleißiger Helfer des Herrn geht in den Ruhestand

In der Sakristei der Martini-Kirche gab es für Hans Meyer immer viel zu tun. Vor allem, wenn die Heilige Messe vorbereitet wurde.

In der Sakristei der Martini-Kirche gab es für Hans Meyer immer viel zu tun. Vor allem, wenn die Heilige Messe vorbereitet wurde.

Foto: Erwin Pottgiesser

Emmerich.   Hans Meyer war über 30 Jahre lang Küster in Emmerich. Nun geht er in den Ruhestand. Und wird dabei viel Gutes in Erinnerung behalten.

Die Gottesdienstpläne von St. Martini kennt er wie kein anderer. Ebenso jene von Heilig-Geist. Wann wo welche Messe in Emmerich startet, das weiß Hans Meyer genau. Den 65-Jährigen kann man wahrlich als fleißigen Kirchgänger bezeichnen. Auch wenn er dies schon von Berufswegen her macht. Hans Meyer ist langjähriger Küster in der Seelsorgeeinheit. Am Sonntag, 26. August, werden die Gläubigen und Geistlichen ihn aus seinem treuen Dienst verabschieden. Seit dem 15. Dezember 1987 war er Küster. Und kümmerte sich nach der Fusion in Heilig-Geist, St. Augustinus und St.Martini darum, dass alles läuft und gut vorbereitet. Doch auf Ewig fest verbunden, ist er mit der St. Martini-Kirche – seinem ersten Einsatzort als Küster.

Sein Sohn brachte ihn auf eine Idee, Küster zu werden

Sein Sohn war es, der ihn auf die Tätigkeit als Küster aufmerksam machte. „Er war damals Messdiener in St. Martini und erzählte, dass der dortige Küster gestorben sei und ein Nachfolger gesucht wird“, so der gebürtige Eltener, der nun aber schon seit 1975 in Emmerich lebt. Fremd war Meyer, der eigentlich eine Ausbildung bei Probat absolviert und dort auch gearbeitet hat, das Berufsbild des Küsters nicht. „Mein Bruder arbeitete damals bereits als Küster in Kleve.“ Auch Hans Meyer fand gefallen daran, bewarb sich und trat letztlich Ende 1987 in den Dienst ein. Ein Entschluss, den er nie bereute. „Ich würde es immer wieder machen“, erklärt der 65-Jährige.

Den Kontakt zu den Menschen schätzt der Emmericher

Vor allem den Kontakt zu den Menschen schätzte und schätz der Emmericher. Denn wer schon eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes in der Kirche ist, und auch so dort immer wieder präsent ist, der fällt auch den Kirchgänger auf. So kommt Hans Meyer immer wieder ins Gespräch mit den Gläubigen. Kennt viele beim Namen. Ein „Schade, dass Du aufhörst“ ist immer wieder zu hören. So ist es nur treffend seitens der Seelsorgeeinheit St. Christophorus, die im jüngsten Pfarrbrief formuliert: „Wir danken Herrn Meyer für seinen stets zuverlässigen und gewissenhaften Dienst, für seine Freundlichkeit und Zuvorkommenheit“.

Hans Meyer hat zahlreiche Messfeiern vorbereitet

In seinem Job als Küster hat Hans Meyer zahlreiche Messfeiern vorbereitet. Er legt Gesangbücher aus, zündet die Kerzen an, richtet alles für die Messe her. Aktiv besucht hat er nicht jede Messe, „das wäre auch tatsächlich zu viel des Guten“, so Meyer, der schon als Messdiener gern in der Kirche war. Auch darüber hinaus kümmert sich ein Küster um das Gotteshaus. Schließt es auf und zu, schaut nach dem Rechten. Für Hans Meyer steht fest. Er wird es vermissen, gleichwohl er sich auch auf seinen Ruhestand freut. Frau und ein Enkelsohn warten schon auf den Opa. Und auch der Garten will gepflegt und die Fiets ausgefahren werden.

Viel Gutes bleibt ihm in Erinnerung

Viel Gutes bleibt ihm aus seinen Arbeitsjahren in Erinnerung. Und auch Lustiges. Eben so wie etwa der verpatzte Start ins Jahr 2000. Zum Jahrtausendwechsel wollte das Silvesterläuten in St. Martini partout nicht verstummen. Selbst Pastor Paul Seesing war im Morgenmantel in die Kirche gelaufen. Zum Glück war auch schnell der Küster zur Stelle und schaltete die Sicherung der Anlage aus. Doch das Highlight seiner Jahre als Küster war ganz klar bereits 1989. „Damals wurde der neue Altar von St. Martini geweiht“, so Meyer. Unvergessen und einmalig. Ebenso, wie seine Person als Küster.

<<<SONNTAG WIRD ABSCHIED GEFEIERT

Alexander Billmann ist seit Anfang Juni als neuer Küster eingestellt und wurde in der Zwischenzeit Hans Meyer in die neue Aufgabe eingeführt.

Nicht nur Hans Meyer, sondern auch die anderen Verantwortlichen freuen sich über seine Bereitschaft zum Küsterdienst in St. Martini und Heilig-Geist, aber auch in den anderen Stadtkirchen und Kapellen.

Der Abschied von Hans Meyer wird am kommenden Sonntag, 26. August, mit der Messfeier um 18 Uhr in der St. Martini-Kirche begangen. Im Anschluss daran findet ein Empfang im Martini-Pfarrheim statt, zu dem alle Gemeindemitglieder, Familie, Freunde und Bekannte ganz herzlich eingeladen sind.

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