Gartenparadies in Rees

Garten in Millingen zeigt die ganze Vielfalt der Natur

Doris und Reinhard Unger verbringen viel Zeit in ihrem Garten. Jetzt wurden sie vom Kreisverband für Heimatpflege ausgezeichnet.

Doris und Reinhard Unger verbringen viel Zeit in ihrem Garten. Jetzt wurden sie vom Kreisverband für Heimatpflege ausgezeichnet.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Rees-Millingen.  Doris und Reinhard Unger haben 2001 ein altes Haus in Rees-Millingen gekauft und peu à peu einen Garten angelegt. Der jetzt prämiert wurde.

Reinhard Unger (68) fängt am liebsten vor der Haustür an. Der 68-jährige Hobbygärtner aus Rees-Millingen führt gerne durch seinen Garten, den er seit vielen Jahren mit Liebe gestaltet. Das schmale Beet vor dem Eingang gehört genauso dazu, wie der städtische Grünstreifen, den er kurzerhand mit Rosen und Rhododendron bepflanzt hat.

Nicht zu vergessen sind der üppige Nutzgarten mit viel Gemüse und Obst sowie der Staudengarten. Jeden Stein habe er hier drei Mal in der Hand gehabt, erzählt Unger. Und auf seinem Areal lassen sich ziemlich viele Steine finden.

Gemeinsam haben Doris (66) und Reinhard Unger den Garten zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht. Als sie das Haus in Rees-Millingen 2001 gekauft haben, sei dort „nichts gewesen. Gar nichts“, versichert Unger. Peu à peu haben die beiden ihr Anwesen ausgebaut.

Erst das Haus – und immer wieder der Garten. Doris Unger sagt, dass sie von Beginn an eine Vorstellung davon gehabt habe, wie das Grundstück einmal aussehen soll. Es zeichnet sich durch eine terrassenförmige Struktur aus und ist in klaren Räumen unterteilt.

Eine große Vorliebe für Steine

Seine Vorliebe für Steine hat Reinhard Unger voll und ganz ausgelebt. Gartenwege, Mäuerchen, kleine Plätze, Tische, Sitzbänke und Hochbeete wurden alle mit völlig unterschiedlichen Steinsorten erstellt. Die wenigsten davon hat er im Geschäft gekauft. Unger ist eher der Typ, der seine Augen und Ohren offen hält.

So finden sich in seinem Garten Natursteine aus dem Emmericher Freizeitbad Embricana, Schiefergestein aus der Nähe von Osnabrück oder Steinreste von Haus Aspel in Rees. Selbst ehemalige Grabsteine wurden zu netten Steinskulpturen umgearbeitet. Für alles scheint der pfiffige Gärtner eine Verwendung zu haben. „Ich bin quasi steinreich“, lacht er.

Auch bei den Pflanzen wird gerne experimentiert. Im Nutzgarten lassen sich ungewöhnliche Paprika, Peperoni und Pfirsiche finden. Dazu wachsen die klassischen Bohnen, Kartoffeln und der Rotkohl. Die bunte Mischung macht es interessant.

Herrlicher Rosenduft rund um den Gartenteich

Doris Unger ist für das Gartenambiente zuständig. Die 66-Jährige hat zahlreiche Rosen im Garten verteilt. Meist seien es Cordes-Gewächse: Strauchrosen, Kletterrosen, kräftige Rambler – es duftet herrlich rund um den Gartenteich.

Gut 950 Quadratmeter bewirtschaften die Ungers. Ihr Haus haben sie quasi auf den Garten abgestimmt. Ein schöner Wintergarten vermittelt das ganzjährige Gefühl im Grünen zu sein.

Der große Walnussbaum spendet an heißen Tagen wohltuenden Schatten. Er ist das einzige Überbleibsel vom Vorbesitzer. „Hier standen ursprünglich nur Tannen. Die haben wir alle entfernt“, schildert Unger. Dank des Hausumbaus gab es genug Schotter, um sich eine hochgelegene Terrasse zu errichten, die heute einen schönen Ausblick in den Garten gewährt.

Der 68-Jährige ist Mitglied im Verein für Landschaftspflege im Kreis Kleve (LiKK) und über diese Kontakte haben sie sich beim Gartenwettbewerb des Kreisverbandes für Heimatpflege angemeldet und prompt den ersten Preis in der Kategorie Haus- und Wohngarten gewonnen. Zurzeit überlegen sie, ob sie an der Aktion der offenen Gartentür teilnehmen sollen. Sie selbst schauen mit großem Interesse in andere Gärten, um sich Tipps und Anregungen zu holen. Ein Garten sei schließlich niemals fertig.

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